Rettung aus der Hölle von Nepal: Türkische Bürger wieder sicher in Istanbul gelandet

Eine Maschine der halbstaatlichen türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines ist am Sonntag mit 242 Menschen an Bord sicher aus dem Katastrophen-Gebiet in Nepal zurückgekehrt. Unter den Passagieren befanden sich auch türkische Staatsbürger. Tags zuvor wurde das Land von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert.

Offenbar konnten einige türkische Touristen dem Himalaya-Beben mit Tausenden Toten entkommen. Am Sonntag landete ihre Maschine aus Nepal auf dem Istanbuler Atatürk Flughafen. Im Katastrophengebiet selbst herrschen nach wie vor chaotische Zustände.

Wie der THY-Passagier Celal D. den Reportern am Airport berichtete, habe er das Erdbeben hautnah miterlebt. Als es los ging, habe er gerade einen Tempel in der Hauptstadt Kathmandu besucht. Als das Gebäude einstürzte, sei Panik ausgebrochen. „Wir sind überglücklich, dass wir sicher in unsere Heimat zurückkehren konnten“, zitiert ihn das Nachrichtenportal Turkish Weekly.

Dincer Y. wiederum sei mit seiner Frau in Nepal im Urlaub gewesen. Als sie sich in Kathmandu gerade auf die Abreise vorbereiteten, habe das Beben begonnen. Während des Bebens sei alles sehr laut gewesen, kurz danach war alles zerstört. An Schlaf sei danach nicht mehr zu denken gewesen.

Dem türkischen Tourist zufolge sei die Lage vor Ort katastrophal. Die Menschen bräuchten dringend Unterstützung. Decken, Zelte und Wasser seien jetzt die vorrangisten Güter, die gebraucht würden.

Bis zum Montag kletterte die Zahl der Todesopfer bereits auf mindestens 3900. Die Zahl der Verletzten schätzt die nepalesische Regierung auf 6800 Menschen. Die weltweiten Hilfstruppen kommen jedoch nur sehr schwer in das entlegene Erdbebengebiet des Himalaya. Erdrutsche und massive Risse machen viele Straßen derzeit unpassierbar. Strom und Benzin sind Mangelware, die Krankenhäuser sind überfüllt. Zudem ist der internationale Flughafen in Nepal überlastet. Das Erdbeben am Samstag war das stärkste in Nepal seit über 80 Jahren. Das Epizentrum lag rund 80 Kilometer nordwestlich von Kathmandu.

Das Katastrophengebiet wird von weiteren Nachbeben erschüttert. In der Haupstadt sind bereits regelrechte Zeltstädte entstanden, da sich die Menschen nicht zurück in ihre Häuser trauen. Schon jetzt schlafen Hunderttausende im Freien.

Mehr zum Thema:

Zivilschutz-Experten: Türkei hat beim Erdbeben völlig versagt!
Erdbeben in Türkei: Opposition bezichtigt Regierung “des Mordes”
Wut über türkische Regierung: Gouverneur von Van attackiert

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.