Oberurseler Terrorverdächtiger studierte mit Al-Kaida-Helfer

Erste Hinweise auf eine Verbindung zu Terrororganisationen: Der Oberurseler Terrorverdächtiger soll zusammen mit einem verurteilten Al-Kaida-Helfer an der Uni Frankfurt studiert haben.

Der wegen eines mutmaßlichen Anschlagsversuchs im hessischen Oberursel verhaftete Terrorverdächtige hat nach einem Zeitungsbericht zusammen mit einem verurteilten Al-Kaida-Helfer studiert. An der Universität Frankfurt hätten die beiden Deutschtürken zeitgleich ein Pharmakologie-Seminar besucht, berichtet die «Bild am Sonntag». Das belegten Dokumente der Universität und Aussagen ehemaliger Mitstudenten.

Bei dem Mitstudenten von Halil Ibrahim D. soll es sich um einen Man handeln, der 2011 vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden war, weil er für Al-Kaida wiederholt Propagandafilme im Internet veröffentlicht und Tipps zur Sprengstoffherstellung gegeben hatte. Die milde Strafe verdankte er unter anderem einem umfassenden Geständnis und einer nach Einschätzung des Richters guten Sozialprognose.

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtete auch von Kontakten zu mehreren sogenannten Gefährdern aus der islamistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet, darunter Rückkehrer aus dem Syrien-Krieg. Entsprechende Treffen hätten Polizeibeamte während der Observation von D. beobachtet, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.

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