Beste junge Lehre: Gleich 3 türkische Universitäten schaffen es in die weltweiten Top 100

Die türkischen Universitäten behaupten sich im internationalen Vergleich. Gleich drei Hochschulen haben es in die Top 100 der besten Einrichtungen unter 50 Jahren geschafft. Damit befinden sie sich in Gesellschaft der traditionellen Spitzenländer wie den USA, der Schweiz und Großbritannien.

Die türkischen Universitäten Koç, Sabancı und Bilkent haben es unter die weltweit 100 besten Universitäten mit weniger als 50 Jahren geschafft. Das geht aus dem aktuellen Ranking des Times Higher Education (THE) Magazin hervor. An der Spitze befindet sich diesmal die Schweiz, gefolgt von Korea, Hong Kong und Singapur. Auch Deutschland ist sieben Mal vertreten.

Die Ende April veröffentlichte Liste „100 Under 50“ wird erstmals von der Schweizer École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) angeführt. Die südkoreanische Pohang University of Science and Technology (Postech) muss sich nach dreimaliger Führungsposition nun mit Rang zwei zufrieden geben. Die türkische Sabanci Universität schafft es immerhin auf Position 13, die Bilkent Universität auf die 28 und die Koç Universität auf Rang 51.

Sabanci, Bilkent und Koç Universitäten sind nicht nur sehr jung, sie sind auch privat und profitieren von dieser Freiheit und Flexibilität, sich selbst auf eine agilere und verantwortlichere Weise zu managen, um weiterhin ganz oben im Spiel zu bleiben“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet aus dem entsprechenden Bericht.

Darüber hinaus verhielten sich die Top 5 des Rankings statisch, heißt es weiter. Nach wie vor würden die ost-asiatischen Institutionen das Bild dominieren. Auf Platz drei findet sich das Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) wieder, Platz vier geht an die Hong Kong University of Science and Technology, die Nanyang Technological University in Singapur belegt Rang fünf.

Insgesamt fänden sich 28 Nationen und Regionen im Ranking wieder. Acht Nationen bilden die Top 10, darunter die Schweiz, die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und die USA. Letztere dominieren derartige Listen traditionell. Im aktuellen Fall finden sich sieben Einrichtungen in den Top 100, genauso viele wie deutsche. Starke Performer sind zudem Spanien (sechs Vertreter), Frankreich (fünf) und Kanada (vier). Neben der Türkei haben auch Finnland, Hong Kong, Italien, Portugal, Südkorea, Schweden und Taiwan jeweils drei Hochschulen im Rennen. Ebenfalls vertreten sind Brasilien, Marokko, Iran, Macau und Griechenland.

Das Magazin räumt allen gelisteten Hochschulen großes Potenital ein. Sie hätten das Zeug, Harvards oder Oxfords der nächsten Generation zu werden. Immerhin hätten sie es geschafft, binnen Jahrzehnten in die Weltelite aufzusteigen und nicht erst in Jahrhunderten. Gleichsam zeige das Ranking auch, welche Nationen den USA und Großbritannien gefährlich werden könnten.

Das Ranking „100 Under 50“ der jungen Universitäten weltweit erhebt Umfang, Produktivität und Reputation der Forschung (30 %), Kennziffern der Lehre wie etwa Betreuungsrelationen (30 %), die Anzahl der Zitationen nach Fächern (30 %), die Internationalität (7,5 %) und die Kooperation mit Unternehmen (2,5 %).

Dass das Ranking absolut Sinn macht, erläutert die Uni Bremen: „Auch wenn zahlreiche Hochschulrankings wegen methodischer Schwächen im Wissenschaftsbetrieb umstritten sind, gilt das THE-Ranking ‚100 Under 50‘ als vergleichsweise solide. Im traditionellen ‚Times Higher World University Ranking‘ (…) spielt über Jahrhunderte erworbene wissenschaftliche Reputation eine weit größere Rolle.“

Hier geht es zur gesamten Liste.

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