Türkei: Katzen-Mörder muss drei Jahre ins Gefängnis

Ein türkisches Gericht hat einen 21-jährigen Literatur-Studenten zu drei Jahren Haft verurteilt. Er soll Katzen gefoltert und getötet haben. Detailliert nachweisen konnte die Staatsanwaltschaft einen besonders grausamen Katzenmord. Der Richter zeigte sich besonders schockiert über das Ausmaß der Perversion des Täters.

Ein türkisches Gericht hat den 21-jährigen Katzen-Folterer M.C.A. zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Der Täter ist Student der Eskişehir Osmangazi Universität (ESOGÜ) und studiert Vergleichende Literaturwissenschaften. M.C.A. soll eine unbekannte Anzahl an Katzen nicht nur gefoltert und gequält, sondern auch ermordet haben, berichtet CNN Turk.

Zu seiner Verteidigung sagte der Katzen-Peiniger: „Ich erkenne meine Schuld an und bereue, was ich getan habe. Doch ich besitze weitere Katzen und Hunde um die ich mich gut kümmere. Es ist ja nicht so, dass ich durchgehend Tiere umbringe. Ich bin nicht psychisch krank und fordere die Aufschiebung meiner Haftstrafe“. Der Täter hatte Bilder vom Katzenmord auf Facebook gestellt. Daraufhin starteten 23.366 türkische Facebook-User eine Unterschriften-Kampagne und forderten die strafrechtliche Verfolgung. Ohne die Kampagne, wäre es vielleicht niemals zu diesem Prozess gekommen.

Der Richter Orhan Küçükfidancı sagte, dass seine angebliche Reue vorgespielt sei. Sein Richterspruch soll auch dazu beitragen, dass Katzen und Tiere künftig nicht mehr als bloße „Sachen“, sondern als Lebewesen wahrgenommen werden. Der Vorsitzende des Tierschützerverbands HAD, Mustafa Çakı, zeigte sich sichtlich erfreut über das Urteil. „Einen derartig harten und gerechten Richterspruch hatten wir nicht erwartet. Das erste Mal wurden von einem Richter alle Rechtfertigungsgründe des Täters zurückgewiesen“, so Çakı.

Allerdings hat der Anwalt des perversen Katzen-Mörders angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Das Urteil sei „erbarmungslos“.

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