Gazprom: Lieferungen durch Turkish Stream beginnen 2016

Der russische Staatskonzern Gazprom will im Dezember nächsten Jahres mit Gaslieferungen in die Türkei durch die neue Leitung Turkish Stream beginnen. Das teilte Gazprom-Chef Alexej Miller am Donnerstag nach einem Treffen mit dem türkischen Energieminister Taner Yildiz in Ankara mit. Die Pipeline Turkish Stream wird durch das Schwarze Meer über die Türkei an die Grenze zu Griechenland verlegt.

Das finanzschwache Griechenland kann auf Hunderte Millionen Euro Gebühren für den Gastransit hoffen. (Foto: Flickr/ Loafing Around by Nana B Agyei CC BY 2.0)

Das finanzschwache Griechenland kann auf Hunderte Millionen Euro Gebühren für den Gastransit hoffen. (Foto: Flickr/ Loafing Around by Nana B Agyei CC BY 2.0)

Gazprom will mit einem Weiterbau der Leitung durch Griechenland auch den europäischen Markt mit Energie versorgen. Präsident Wladimir Putin bestätigte nach Kremlangaben bei einem Telefonat mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras die Bereitschaft der «russischen Seite», den Bau der Pipeline mit zu finanzieren.

Ziel der Russen ist es, die Ukraine als bisher wichtigstes Land für den Gastransit in die EU überflüssig zu machen, so die dpa. Im Gegenzug soll die Stellung von Griechenland als Transitland aufgewertet werden. Das finanzschwache Land kann auf Hunderte Millionen Euro Gebühren für den Gastransit hoffen.

Durch die 1100 Kilometer lange Pipeline Turkish Stream sollen bei voller Auslastung 63 Millionen Kubikmeter Gas strömen. Davon sollen 47 Milliarden Kubikmeter dann durch Griechenland fließen.

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