Libyen bombardiert Schiff aus der Türkei

Die libysche Marine hat in den Gewässern vor Tripoli ein türkisches Schiff bombardiert. Bei dem Vorfall kam ein türkischer Kapitän ums Leben. Das Schiff soll sich zum Zeitpunkt des Angriffs in internationalen Gewässern befunden haben.

Eine Unterstützerin der Rebellen in Libyen demonstriert gegen die Regierung in Tripoli. Die Türkei unterstützt die Rebellen. (Foto: Flickr/Omar Chatriwala)

Eine Unterstützerin der Rebellen in Libyen demonstriert gegen die Regierung in Tripoli. Die Türkei unterstützt die Rebellen. (Foto: Flickr/Omar Chatriwala)

In den Gewässern vor der libyschen Hafenstadt Tobruk haben am Sonntag die Streitkräfte der Regierung in Tripoli ein türkisches Handelsschiff bombardiert, das Waren aus Spanien nach Libyen transportieren wollte.

Der dritte Kapitän des Schiffs soll bei dem Angriff ums Leben gekommen sein, berichtet der türkische Sender NTV. Das Schiff „Tuna-1“ segelte unter der Flagge der Cook Islands. Das türkische Außenministerium verurteilte den Angriff in einer Mitteilung. Die Aktion sei ein Verstoß gegen das internationale Völkerrecht und müsse dementsprechend von der UN verurteilt werden. Das Schiff habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in internationalen Gewässern befunden.

In Libyen tobt seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein Bürgerkrieg zwischen Rebellen und der selbsternannten Übergangsregierung. Die Rebellen gehören der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee (NLA) an. Die Regierung in Tripoli wirft der Türkei vor, der NLA Unterstützung zukommen zu lassen.

Im Januar drohte das libysche Militär damit, türkische Zivil-Flugzeuge im heimischen Luftraum abschießen zu wollen, berichtet die Zeitung Todays Zaman.

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