US-Geheimdienst: In Europa tobt ein Krieg zwischen Islam und Christentum

Europa befindet sich im Krieg mit dem Islam und diese Auseinandersetzung wird auf dem europäischen Kontinent ausgetragen, so der Chef des US-amerikanischen Privatgeheimdiensts Stratfor, George Friedman. Der Krieg werde sich verschärfen und es werde zu „Deportationen“ kommen. Das Attentat auf Charlie Hebdo sei ein Hinweis auf diesen uralten Konflikt, meint Friedman.

Zahlreiche US-Denkfabriken vertreten die Ansicht, dass Europa und der Islam inkompatibel seien. Das sei eine historische Tatsache und der Geist der Kreuzritter sei allgegenwärtig, meinen sie. (Screenshot)

Zahlreiche US-Denkfabriken vertreten die Ansicht, dass Europa und der Islam inkompatibel seien. Das sei eine historische Tatsache und der Geist der Kreuzritter sei allgegenwärtig, meinen sie. (Screenshot)

Der Chef des US-amerikanischen Privatgeheimdiensts Stratfor, George Friedman, ist der Ansicht, dass in Europa ein Krieg zwischen dem Islam und dem Christentum tobt. Das schreibt er zumindest in einem Artikel. Der Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo und Anschläge auf Muslime in Europa seien zwei Seiten derselben Medaille. Über Jahrhunderte habe es diesen Konflikt gegeben und dieser sei nicht zu leugnen. Es finde ein Krieg „zwischen zwei Welten statt“. Dafür gebe es viele Anzeichen.

Friedman führt an, dass die Europäer die Muslime niemals als gleichwertige Bürger akzeptieren werden, weil diese Wahrnehmung historisch gewachsen sei. Das sei ein gut verstecktes Geheimnis der Europäer, der mittlerweile offen artikuliert wird. Europa befinde sich in einer Situation des Selbstbetrugs. Die Muslime hingegen befänden sich in einer Zwickmühle. Das Attentat auf Charlie Hebdo wurde im Namen des Islams durchgeführt. „Nicht alle Muslime – noch nicht einmal die meisten Muslime – sind dafür verantwortlich“, so Friedman. Muslime wüssten, dass die Dschihadisten Terroristen sind, doch ein 25-jähriger Bürger oder ein Polizeibeamter könne dieser Unterscheidung nicht treffen. Für sie seien Muslime alle gleich.

Friedman wörtlich: „Das Verständnis von Nation in Europa basiert auf einer gemeinsamen Geschichte, Sprache, Ethnie und dem Christentum oder dessen Nachfolger, dem Säkularismus“.

In diesem gesamten Zusammenhang könne das Ergebnis nur „Ghettoisierung“ mit anschließender „Deportation“ der Muslime bedeuten. Die Europäer seien sensibel, wenn es um das Wort „Deportation“ gehe. Doch diese Methode sei nicht fremd für die europäische Geschichte. Die Unfähigkeit, radikale Muslime von anderen Muslimen zu unterscheiden, wird Europa unfreiwillig, so Friedman, auf genau diesen Pfad bringen. Paradoxerweise sei genau dies, was radikale Muslime wollen, um Zulauf zu bekommen.

Europa und der Islam befänden sich an einem Ort, wo es keine Lösungen, sondern nur Entscheidungen geben kann. Alle Entscheidungen, meint Friedman, werden schlecht sein. „Doch was getan werden muss, muss getan werden. Diejenigen, die passiv bleiben, werden sich über die anderen moralisch erheben. Aber niemand kann leugnen, dass es ein Krieg ist, der tobt. Dieser Krieg wird in seiner Ausführung anders als der vorherige Krieg sein. Aber es ist ein Krieg. Und dies zu leugnen entspricht der Leugnung von Tatsachen“, so der Stratfor-Chef.

Bei der gesamten Analyse von Friedman kommt dem Leser unweigerlich die Frage auf: Ist das, was dieser Mann da schildert, tatsächlich eine Analyse oder liegt diesen Ausführungen ein Wunsch zugrunde, der sich verwirklichen kann, wenn von Dritten etwas nachgeholfen wird?

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