Türkei: Perverser erhält zehn Jahre Gefängnis wegen Minderjährigen-Belästigung

Ein türkisches Gericht hat einen Perversen aus Adana zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann soll im Rahmen einer „Strafaktion“ einem Jungen seine Hose runtergezogen und ihn sexuell missbraucht haben. Im April erhielt ein Lehrer eine Haftstrafe von 24 Jahren, weil er seine Schülerinnen sexuell belästigt hat.

Anders als in der EU geht die türkische Regierung besonders hart gegen Straftäter vor, die sich an Kindern vergreifen. (Foto: Cuba far away/flickr)

Anders als in der EU geht die türkische Regierung besonders hart gegen Straftäter vor, die sich an Kindern vergreifen. (Foto: Cuba far away/flickr)

In der Türkei muss ein 30-jähriger Mann – Halis K. – aus Adana für zehn Jahre ins Gefängnis, weil er den 17-jährigen F.D. mit seinem „Finger“ sexuell missbraucht hat. Auslöser der Aktion war ein Streit zwischen F.D. und dem Bruder des Perversen, K.K., der sich im Jahr 2008 zugetragen hatte: Die gleichaltrigen Jungen K.K. und F.D. sollen Fußball gespielt haben. F.D. soll K.K. einen Fußball auf die Genitalien geschossen haben. Anschließend soll es zum Streit gekommen und K.K. soll weinend zu seinem großen Bruder Halis K. gelaufen sein, berichtet sondakika.com.

Dieser soll wutentbrannt das Haus verlassen, F.D. aufgesucht und gefunden haben. Halis K. habe seinem Opfer zunächst seine Hose runtergezogen. Anschließend habe er ihn mit seinem „Finger“ sexuell missbraucht. Die Familie des Opfers ist anschließend zur Polizei gegangen und hat Anzeige erstattet. Ein türkisches Gericht verurteilte Halis K. zu einer zehnjährigen Haftstrafe wegen schwerer sexueller Belästigung. Der Perverse wollte sich vor Haftantritt seiner Strafe entziehen. Doch eine Spezialeinheit der Polizei führte im Haus von Halis K. eine Operation durch und nahm den Mann fest.

Im April verurteilte ein türkisches Gericht einen Lehrer zu 24 Jahren Gefängnis. Er soll in elf Fällen Mädchen sexuell belästigt haben, berichtet Yeni Asir. Doch der Mann zeigte keine Reue.

Im Februar 2015 hatten türkische Sicherheitskräfte in Istanbul die Wohnung eines Pädophilen gestürmt, der minderjährige Jungen zum Sex gezwungen haben soll, berichtet die Nachrichteagentur Ihlas. Auf die Spur des Täters Tayfur K. soll die Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung gekommen sein. Tayfur K. erwartet eine Haftstrafe von mindestens 20 Jahren.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan fordert seit Jahren die Todesstrafe für Pädophile und Sexualmörder. Doch er wisse auch, dass die EU dagegen sei. Deshalb seien der Türkei aktuell die Hände gebunden. Denn als Beitrittskandidat seien die Richtlinien Brüssels maßgeblich. „Auch wenn wir die Todesstrafe wahrscheinlich nicht einführen können, habe ich meinen Kollegen den Auftrag erteilt, eine Gesetzesvorlage mit den höchstmöglichen Strafen aufzusetzen“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den Premier.

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