Nach Attentat auf Sängerin: Polizei nimmt vier Verdächtige fest

In der südosttürkischen Stadt Diyarbakir wurde auf die Kandidatin einer türkischen Gesangs-Talentshow, Mutlu Kaya, ein Attentat verübt. Der türkisch-kurdischen Sängerin wurde mehrmals in den Kopf geschossen. Die Polizei hat bisher vier Personen festgenommen, unter denen sich auch der Freund der jungen Sängerin befindet.

Die Kandidatin einer türkischen Gesangs-Talentshow ist bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt worden. Ein oder mehrere Täter hätten der 19-jährigen Mutlu Kaya in ihrem Haus in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir in den Kopf geschossen, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Die Sängerin soll einem Medienbericht zufolge zuvor Todesdrohungen erhalten haben.

Kaya ist Kandidatin in der Gesangs-Talentshow «Sesi cok güzel» (Seine/ihre Stimme ist sehr schön). Die Teilnehmer werden von einer dreiköpfigen Jury bewertet. Mitglied der Jury ist unter anderem die bekannte Popsängerin Sibel Can. Die Sängerin sei «wie eine Mutter» für Kaya, sagte ihr Vater nach Angaben von Anadolu.

Die Zeitung «Posta» hatte am Sonntag berichtet, der Vater sei strikt dagegen gewesen, dass Kaya Sängerin werde. Kaya habe dem Team der Show gesagt, sie habe wegen ihrer Teilnahme an dem Programm Todesdrohungen erhalten. Unklar blieb, von dem diese Drohungen gestammt haben sollen. Nach Angaben des Vaters probte Kaya zum Zeitpunkt der Tat zu Hause, wie Anadolu berichtete.

Am Dienstagnachmittag berichtete die Zeitung Milliyet, dass vier Verdächtige festgenommen wurden. Unter ihnen soll sich auch der Freund der türkisch-kurdischen Sängerin befinden. Doch dieser beteuert seine Unschuld.

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