„Hass-Prediger“: Komiker Nuhr scheitert mit Klage gegen Meinungsfreiheit

Der Islam-Gegner und Kabarettist Dieter Nuhr darf „Hassprediger“ genannt werden. Das hat das Stuttgarter Landgericht entschieden. Zuvor wollte Nuhr den Bürgern genau diese Umschreibung seiner selbst verbieten lassen. Der Kabarettist fordert für sich die Meinungsfreiheit, will diese aber seinen Kritikern nicht zugestehen.

Der Kabarettist Dieter Nuhr muss es aushalten, „Hassprediger“ genannt zu werden. Das sei gedeckt durch die Meinungsfreiheit. Das urteilte das Stuttgarter Landgericht. Nuhr hatte gegen den Osnabrücker Erhan Toga geklagt und wollte diesem verbieten lassen, ihn „Hassprediger“ zu nennen, berichtet die NOZ.

Zuvor hatte Toka den Kabarettisten Nuhr wegen „Beschimpfung von Religionsgemeinschaften“ angezeigt. Doch auch diese angepeilte Klage kam nicht durch. Doch das Echo des Vorfalls war nicht zu überhören: In der deutschen Republik kam es zu einem Sturm der Entrüstung darüber, dass ein Moslem den Rechtsweg einschlägt und als Bürger von seinen demokratischen Rechten im Allgemeinen Gebrauch machen will.

Zurück zum Fall: Warum warf Toga eigentlich Nuhr den Tatbestand der „Beschimpfung religiöser Religionsgemeinschaften“ vor?

Unter anderem deshalb: „Der Islam ist ausschließlich dann tolerant, wenn er keine Macht hat. Und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das so bleibt.“

Es hätte aber auch heißen können: „Die Deutschen sind ausschließlich dann tolerant, wenn sie keine Macht haben. Und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das so bleibt.“

In einem Interview mit der Welt am Sonntag sagte Nuhr in diesem Zusammenhang: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die bei uns lange erkämpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich Islamisten dagegenstemmen.“

Es könnte auch mittlerweile heißen: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die bei uns lange erkämpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich Nuhr und seine Anhänger dagegenstemmen.“

Im Übrigen griff Nuhr im Verlauf der inszenierten Islam-Debatte auch Journalisten an, die eben nicht seine Meinung teilen. Ein geschickter Angriff auf die Pressefreiheit. Auf Facebook postete er: „Bin von Islamisten als ,Hassprediger‘ angezeigt worden, weil ich den Koran richtig zitiert habe. Bitte um regelmäßige Besuche im Gefängnis! Neue Osnabrücker Zeitung holt ausschließlich Meinung bei den Islamisten ein und zeigt sich verständnisvoll. Die Frage ist: Braucht ein Land, das solche Zeitungen hat, überhaupt noch Islamisten?“

Die Frage ist: Braucht ein Land, das solche Kabarettisten hat, überhaupt noch Islamisten?

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