ZTK: 0:3 – Bursa „ballert“ sich ins Finale

Fenerbahce war optisch überlegen, tat sich aber gegen ein defensiv diszipliniertes Bursaspor, die offensiv immer wieder Nadelstiche setzten, schwer. Fener entwickelte wenig Durchschlagskraft. Am Ende zogen die selbstbewussten Gäste verdient ins Pokalfinale ein.

In Kadiköy begann Fenerbahce, das vor der Viererkette nominell ein defensives Dreiermittelfeld installiert hatte, schwungvoll. Alper Potuk brachte mit einem Schlenzer aus 18 Metern den Gästekeeper Harun Tekin zum ersten Mal in Bedrängnis. Leichte Ballverluste und Fehlpässe der Hausherren, die ihre Angriffe immer wieder durch die Mitte vortrugen, leiteten Kontermöglichkeiten der Günes-Schützlinge ein, die zunächst verpufften. Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der beide Teams kompromisslos den Weg vors gegnerische Tor suchten. Bursaspor, einsatzfreudig sowie lauf- und zweikampfstark, sollte in der Folge immer wieder von Unkonzentriertheiten der Gastgeber profitieren. In der 33. Minute schlug Bursa zu: Fernerbahce verlor den Ball im Vorwärtsgang, und die Gäste schalteten blitzschnell um. Gegen eine ungeordnete Abwehr stand Volkan Sen frei am linken Straufraumeck und bezwang Mert Günok aus spitzem Winkel flach ins Eck (0:1).

Bursa nutzt seine Chancen kompromisslos aus

Nach dem Seitenwechsel war Fenerbahce intensiv darum bemüht, das Mittelfeld schnell zu überbrücken und rasch zum Abschluss zu kommen. Allerdings fehlte es den Versuchen von Emmenike (50./62.) und Alper an Präzision. In der Folge kam die Partie durchaus schleppend daher, gerade den Gästen fehlte es an Tempo, Spritzigkeit und Esprit. Fener auf der anderen Seite tat nicht mehr als nötig, ohne sich dabei einzuigeln. Jetzt waren die „Krokodile“ gefordert, es musste ein weiteres Tor her. Und Bursa investierte tatsächlich etwas mehr, was schnell belohnt wurde. Nach einem Angriff der Gäste über rechts sieht Fenerbahce alles andere als gut aus. Fernandao taucht im Strafraum auf und bedankt sich nach einer unglücklichen Abwehraktion: 0:2 (75.) In der Schlussphase machten die Gastgeber noch einmal Druck, ohne wirklich gefährlich zu werden. Stattdessen setzte nach einem Standard Samil per Kopf den Schlusspunkt: 0:3 (84.) Zuvor hatte sich Kadlec nach einem Trikotzupfer vorzeitig zum duschen verabschiedet (79.) Mit diesem Triumph löst Bursaspor das Ticket für das Pokalfinale. Im Finale werden sie von Galatasaray gefordert.

Aufstellungen

Fenerbahce: Mert – Gökhan, Alves, Bekir, Kadlec – Selcuk (61.Mehmet Topuz),Mehmet Topal,Kuyt,Meireles(83.Hasan Ali) – Emmenike(64.Webo)

Bursaspor: Harun – Sener,Serdar Aziz,Samil,Aziz – Volkan, Ozan,Belluschi,Bakambu(85.Bekir)Josue(89.Emre) – Fernandao

Tore: 0:1 Volkan Sen(33.), 0:2 Fernandao(75.), 0:3 Samil(84.)

Gelbe Karten: Emmenike,Gökhan,Kadlec – Sener

Gelb/Rote Karten: Kadlec(79.)

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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