Syrische Beobachter: IS richtet in neun Tagen 217 Menschen hin

Das Wüten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geht unvermindert weiter. Im Zusammenhang mit der Eroberung der syrische Stadt Palmyra wurden zuletzt mindestens 217 Menschen hingerichtet. Unter den Opfern sind auch zahlreiche Frauen und Kinder.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Darstellung der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Zusammenhang mit der Eroberung der syrische Stadt Palmyra mindestens 217 Menschen hingerichtet. Die Zahl beziehe sich auf Tötungen in den letzten neun Tagen, teilte die Beobachtungsstelle in der Nacht zum Montag mit. Unter den Opfern seien mindestens 150 gefangen genommene Regierungssoldaten sowie 67 Zivilisten gewesen, unter ihnen zwölf Frauen und 14 Kinder.

Die Angaben ließen sich unabhängig nicht bestätigen. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf Berichte von Aktivisten vor Ort, so die dpa.

Der IS hatte die antike Wüstenstadt Palmyra am vergangenen Mittwoch eingenommen. Die internationale Öffentlichkeit ist seitdem besorgt über das Schicksal Zehntausender Zivilisten, die in der modernen Stadt Palmyra und ihrer Umgebung leben. Darüber hinaus wird befürchtet, dass der IS, der einen fundamentalistischen Islam predigt, die einmalige Tempel- und Ruinenstadt des alten Palmyra zerstören könnte.

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