Anschlag auf türkische Oppositionskandidatin vor Parlamentswahl

In der Türkei ist eine Kandidatin der Opposition kurz vor den Parlamentswahlen Anfang Juni niedergeschossen worden. Die Frau soll mittlerweile außer Lebensgefahr sein. Ein AKP-Bürgermeister, der in der vergangenen Woche attackiert wurde, ist mittlerweile verstorben.

Vor der Parlamentswahl in der Türkei hat ein Unbekannter in der südtürkischen Stadt Adana eine Kandidatin der Opposition niedergeschossen. Videoaufnahmen einer Überwachungskamera, die die Nachrichtenagentur DHA verbreitete, zeigen, wie ein Mann in der Eingangshalle eines Gebäudes auf Elif Dogan Türkmen zugeht und aus kurzer Distanz das Feuer eröffnet. Anschließend flieht der Täter. Türkmen tritt bei der Wahl am 7. Juni für die größte Oppositionspartei CHP an.

Türkmen sei in die Beine getroffen worden und außer Lebensgefahr, meldete DHA. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Vor rund einer Woche waren zwei Menschen bei Sprengstoffangriffen auf Büros der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP verletzt worden.

Am Dienstag starb der Bürgermeister der Bezirks Gürsu in der westtürkischen Stadt Bursa, Cüneyt Yildiz, so die dpa. Der Politiker der Regierungspartei AKP sei seinen Schusswunden erlegen, meldete DHA. Er war am vergangenen Mittwoch von einem Polizisten in den Kopf geschossen worden. Der Sender NTV meldete, dem Schuss sei ein Streit über eine Versetzung des Beamten vorangegangen.

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