Schleswig-Holstein: Türken und Juden veranstalten gemeinsames Konzert

Am 31. Mai werden Juden und Türken in Kiel ein gemeinsames Konzert veranstalten. Organisatoren des Konzerts sind die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein und die Jüdische Gemeinde Kiel und Region. Die Vertreter beider Gemeinden erkennen sehr viele Gemeinsamkeiten und wollen auch weiterhin eng zusammenarbeiten. Das Konzert findet im Rahmen des Gaardener Kulturfrühlings statt.

Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Türken: Die Flagge des osmanischen Korsars Barbaros Hayreddin Paşa. Der Davidstern gehörte schon immer zu den Symbolen des osmanischen Reichs. Allerdings wird dieser im türkischsprachigen Raum als „das Siegel Salomons“ umschrieben. (Screenshot)

Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Türken: Die Flagge des osmanischen Korsars Barbaros Hayreddin Paşa. Der Davidstern gehörte schon immer zu den Symbolen des osmanischen Reichs. Allerdings wird dieser im türkischsprachigen Raum als „das Siegel Salomons“ umschrieben. (Screenshot)

Am kommenden Sonntag werden die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V (TGS-H) und die Jüdische Gemeinde Kiel und Region (JGKuR) im Rahmen des Gaardener Kulturfrühlings ein gemeinsames Konzert veranstalten. In einer Mitteilung meldet die TGS-H: „Die jüdische Musik und Tänze werden vom Jüdischen Kultur- und Förderverein „Aschkenas“ und durch die JGKuR dargeboten. Die türkische Seite wird musikalisch von Emre Küçükkaraca sowie Furkan Kemer & Band vertreten“. Der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos.

Das Konzert ist Teil einer engen Kooperation zwischen beiden Gemeinden. „Für ein gelingendes Zusammenleben ist es wichtig, dass wir uns füreinander interessieren, Wissen übereinander haben und vor allem dass wir uns im direkten Kontakt besser kennenlernen. Das gilt sowohl für Einzelpersonen, Organisationen, als auch für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen“, so der Chef der TGS-H, Cebel Küçükkaraca, in einer weiteren Mitteilung.

Die Geschäftsführerin der JGKuR, Viktoria Ladyshenski, sagt, dass beide Gemeinden sehr viele Parallelen bezüglich ihrer Erfahrungen aufweisen würden. „In unseren Treffen haben wir entdeckt, dass wir viele Erfahrungen teilen, vor ähnlichen Problemen stehen und auch ähnliche Ziele und Wünsche verfolgen (…)Natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen unseren Vereinen. In unseren Treffen haben wir gelernt, diese Unterschiede besser zu verstehen. Es überwiegen aber ganz klar die Gemeinsamkeiten und die Potentiale, die es zu bündeln gilt“, so Ladyshenski.

Informationen zum Konzert – hier.

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