American Taliban: US-Politiker plante Massaker an Muslimen

Ein ehemaliger Kandidat für den US-Kongress hat mit weiteren Komplizen ein Massaker an Muslimen geplant. Die Morde sollten in New York stattfinden. Das FBI konnte ihn rechtzeitig fassen. Allerdings hat keine einzige US-Behörde eine Mitteilung zum Fall veröffentlicht. Auch die US-Leitmedien hüllen sich in Schweigen.

Der ehemalige Kandidat für den US-Kongress, Robert Doggart, hat einen Anschlag auf Muslime geplant. Doch er darf mittlerweile frei herumlaufen. (Screenshot)

Der ehemalige Kandidat für den US-Kongress, Robert Doggart, hat einen Anschlag auf Muslime geplant. Doch er darf mittlerweile frei herumlaufen. (Screenshot)

Das FBI hat ein Massaker an US-Muslimen verhindert. Der rechtsgerichtete christliche US-Politiker Robert Doggart wollte in New York mit Schusswaffen so viel Muslime wie möglich töten. Bemerkenswert ist, dass Doggart ein Veteran der US-Navy ist und sogar einen Doktortitel von der LaSalle University erworben hat, berichtet The Daily Beast. Zudem ist er ein hochrangiger Funktionär der Christian National Church und kandidierte 2014 für den US-Kongress.

Das FBI kam ihm aufgrund verdächtiger Mitteilungen in den Sozialen Medien auf die Fersen. Doggart soll nach eigenen Angaben neun weitere Unterstützer für den Anschlagsplan gehabt haben. Aus einem FBI-Dokument geht hervor, dass eine unmittelbare Gefahr vorlag.

Doch die Organisation Muslims of America kritisiert das FBI und die Staatsanwaltschaft scharf. Denn zu dem Vorfall wurde keine Pressemitteilung herausgegeben. Auch US-Medien übersahen diesen Vorfall oder spielten ihn herunter.

Der Sprecher einer muslimischen Gemeinde in New York, Muhammad Matthew Gardner, ist der Ansicht, dass Doggart eine Art „American Taliban“ sei. „Unsere Gemeinschaft besteht aus Veteranen, Ärzten, Rechtsanwälten, Lehrern. Wir sind im Gegensatz zu Doggart die wahren amerikanische Patrioten. Doggart wiederum ist nicht repräsentativ für das Christentum“, so Gardner.

Doggart befindet sich derzeit nicht in Untersuchungshaft, sondern darf seinen alltäglichen Beschäftigungen nachgehen. Ob er für seine Anschlagsplänen tatsächlich bestraft wird, bleibt unklar.

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