Neue Erdoğan-Attacke: „Die New York Times kotzt ihren Hass gegen mich aus“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte am Samstag, dass die US-Zeitung New York Times ihren „Hass gegen die Türkei“ regelrecht „auskotze“. Vorwürfe über Defizite bei der Pressefreiheit weist Erdoğan zurück. Nirgendwo seien die Medien so frei wie in der Türkei, meint der 61-Jährige.

Der türkische Recep Tayyip Erdoğan hat am Samstag bei einer Kundgebung erneut die US-Zeitung New York Times scharf attackiert.

Erdoğan wörtlich:

„In den USA gibt es ein ,Papier-Fetzen´ namens New York Times. Diese Zeitung hatte einen Artikel veröffentlicht und meinte, dass über der Türkei dunkle Wolken aufkommen würden. Diese Zeitung verleumdete schon im 19. Jahrhundert Sultan Abdülhamit als ,totalitären Monarchen´. Es war diese Zeitung, die ihren Hass gegen den Osmanischen Staat auskotzte und es ist erneut diese Zeitung, die ihren Hass gegen die türkische Republik auskotzt, indem sie mich als staatlichen Repräsentanten angreift. Es sind dieselben Stimmen und derselbe Geist. Sie koalieren mit dem Imam aus Pennsylvania (Anm.d.Red. der in den USA lebende islamische Prediger Fethullah Gülen). Dieser Imam ist in den neunziger Jahren in die USA geflüchtet. Was sucht dieser Mann in den USA? Bist du denn kein islamischer Imam? Deine Heimat sind nicht die USA, sondern Mekka.“

Die New York Times hatte am 22. Mai darüber berichtet, dass Erdoğan bereits seit langem versuche, türkische Medien einzuschüchtern und zu drangsalieren. Jüngster Fall sei in diesem Zusammenhang eine Strafanzeige gegen die Redakteure der Tageszeitung „Hürriyet“ wegen einer Schlagzeile auf ihrer Website gewesen (mehr hier).

Am Freitag hat die türkische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die regierungskritische Tageszeitung „Cumhuriyet“ eingeleitet. Es werde unter anderem wegen Terrorporpaganda und Spionage ermittelt. Die Zeitung hatte zuvor geheimes Videomaterial über Waffenlieferungen an syrische Rebellen veröffentlicht.

Doch der türkische Präsident weist alle Vorwürfe zurück. „Auf der Welt gibt es keinen Platz, an dem die Medien so frei wie in der Türkei sind“, so Erdoğan.

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