3 Tote, 15 Verletzte: Türkische Hochzeit wird zum Albtraum

Die Straßenhochzeit einer Roma-Familie in der westtürkischen Provinz Bursa endete am Wochenende in einer Katastrophe. Im Zuge eines Streits wurden plötzlich Waffen gezückt. Die erschreckende Bilanz des Schusswechsels: Drei Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt.

Die Katastrophe während des Freudenfestes ereignete sich am vergangenen Sonntag in Hacivat.

Unter den Toten soll auch Efkan Özçimen sein, der Leiter der hiesigen Roma Verbände Föderation und ehemaliger Kandidat der AKP. Daneben seien ein weiterer Mann und eine Frau zu Tode gekommen. Die 15 Verletzten würden im Krankenhaus behandelt, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Der Beginn der Auseinandersetzung lag ein banaler Anlass zugrunde. Özçimen soll die Verwandten des Brautpaares während des Abends immer wieder dazu aufgefordert haben, zu tanzen. Als sich dann eine der beiden Parteien etwas vernachlässigt fühlte, sei der Streit eskaliert.

Als die Schüsse fielen, seien die Hochzeitsgäste in Panik geflohen. Die Polizei konnte in der Folge sechs Personen festnehmen. Allesamt wurden sie nach der Vernehmung dem Gericht vorgeführt. Die Spurensicherung beschlagnahmte zudem 100 leere Patronen.

Noch während der Hidirellez Feierlichkeiten am 5. Mai erklärte Özçimen einem Reporter der türkischen Nachrichtenagentur Doğan, dass er für ein Zusammenleben in Frieden und Solidarität beten würde. Er fügte hinzu, dass er immer den Frieden unterstützt habe, nicht die Gewalt. Özçimen war sowohl 2011 als auch bei den diesjährigen Wahlen am 7. Juni als AKP-Kandidat nominiert.

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