„Kein Mitleids-Tourismus“: Helmut Kohl liegt auf Intensivstation

Altkanzler Helmut Kohl befindet sich nach Informationen von Spiegel Online seit drei Wochen auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Heidelberg. Sein Zustand sei kritisch. Zuvor hatte sich der 85-Jährige am Darm operieren lassen. Nach Angaben eines britischen Geheimdokuments, welches 2013 an die Öffentlichkeit gelangte, wollte Kohl die Hälfte der Deutsch-Türken deportieren lassen.

Helmut Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags. (Screenshot via Youtube)

Helmut Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags. (Screenshot via Youtube)

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl liegt auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Heidelberg, berichtet Bunte. Dort soll er sich nach Informationen von Spiegel Online seit drei Wochen befinden.

Sein Zustand sei kritisch. Zuvor hatte sich der 85-Jährige einer Darmoperation unterzogen. Das Verhältnis Kohls zu den Deutsch-Türken war über die Jahrzehnte durchweg kompliziert. Als im Mai 1993 ein Brandanschlag auf ein von Deutsch-Türken bewohntes Haus verübt wurde und dabei fünf türkische Frauen und Kinder starben, lehnte es Kohl ab, den Hinterbliebenen einen Besuch abzustatten. Die Begründung: Er lehne „Mitleidstourismus“ ab.

Im Jahr 2013 kam dann ein britisches Geheimprotokoll an die Öffentlichkeit, welches aufzeigte, dass der Altkanzler mit dem Gedanken spielte, die Hälfte der Deutsch-Türken zu deportieren. Doch die Geschichte hat sich anders entwickelt, als erhofft – auch innerhalb der Familie Kohl. Denn Helmut Kohls Schwiegertochter ist Türkin und damit die Ehefrau von Peter Kohl.

Der parteilose Peter Kohl geht heute einen ganz anderen Weg als sein Vater. Er wirbt für eine Pflege der Freundschaft zwischen Deutschen und Türken. Sein Appell: „Auch die CDU muss die heutigen Realitäten anerkennen, dass die Türkei einer der wichtigsten Zukunftspartner für Deutschland ist.“

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