Der kurdische Erdoğan: HDP-Chef attackiert fünf Zeitungen

Der türkisch-kurdische HDP-Chef Selahattin Demirtaş hat am Samstag gleich fünf Zeitungen attackiert. Er äußerte seinen Unmut über die Überschriften und Inhalte der Zeitungen. Diese würden insbesondere nicht ausgewogen genug, über seine Partei berichten.

Der türkisch-kurdische HDP-Chef Selahattin Demirtaş hat am Sonntag auf einer Kundgebung in Istanbul gleich sechs türkische Zeitungen auf einmal scharf attackiert. Dazu gehören die Zeitungen Sabah, Star, Yeni Safak, Günes, Takvim und Akşam.

Demirtaş regte sich darüber auf, dass die Zeitungen zu kritisch über seine Partei berichten würden, berichtet die Zeitung Yeni Safak. Der HDP-Chef rief Erdoğan dazu auf, das nötige zu tun, um die „Papierfetzen“ – also die Zeitungen – davon abzuhalten, provokative Überschriften und Inhalte zu produzieren. Das würden jene Zeitungen, bei denen es sich um regierungsnahe Blätter handelt, jedoch tun. Zudem hätten die Zeitungen es bewusst unterbunden, den Anschlag auf eine Wahlkundgebung der HDP im Südosten der Türkei als Top-Artikel in der Printausgabe zu veröffentlichen. Doch der Chefredakteur der Zeitung Yeni Safak, Ibrahim Karagül, weist den Vorwurf zurück. „Es ist eine Unverschämtheit, was dieser Mann uns vorwirft. Wir haben alle auf der Titelseite über die Explosionen berichtet. Doch eben nicht in Großschrift, weil wir die Menschen nicht zur weiteren Aufheizung der Stimmung und zu möglichen Zusammenstößen aufstacheln wollten“, sagt er in einer Mitteilung auf der Online-Webseite von Yeni Safak.

Zuvor hatte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan über kritische Türkei-Artikel in den New York Times beschwert.

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