„Ruf mich nicht an“: HDP-Chef wirft Erdoğan Stalking vor

Der HDP-Chef Selahattin Demirtaş beschwert sich darüber, dass er vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan per Telefon gestalkt wird. Stattdessen soll sich Erdoğan beim Volk entschuldigen. Erdoğan hingegen lehnt den Stalking-Vorwurf ab. Er wolle Demirtaş sein Beileid ausprechen, aber Demirtaş gehe nicht ans Telefon.

Zwischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dem HDP-Chef Selahattin Demirtaş ist ein Streit darum ausgebrochen, wer sich für was entschuldigen soll. Seit den Explosionen, die sich im Südosten der Türkei auf einer Kundgebung der HDP ereigneten, versucht Erdoğan den HDP-Chef telefonisch zu erreichen.

Demirtaş hingegen geht nicht ans Telefon und möchte mit Erdoğan nicht reden, berichtet die Zeitung Radikal. Stattdessen verlangt er, dass sich der Präsident beim türkischen Volk entschuldigen soll. Schließlich hätte er Lügen über die HDP verbreitet.

Erdoğan hingegen sagte am Sonntag auf einer Wahlkundgebung in der Stadt Ağrı: „Warum und wofür soll ich mich denn entschuldigen? Wenn es einen gibt, der sich entschuldigen muss, dann ist er das. Vom 6. Bis zum 8. Oktober 2014 hat dieser Herr meine kurdischen Geschwister dazu aufgerufen, aufgerufen auf sie Straße zu gehen und Chaos zu stiften. Du bist verantwortlich für den Tod von 50 Menschen. Es starben meine kurdischen Geschwister durch die Hand von Kurden. Du bist verantwortlich für diese Gräueltaten.“

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