Terrorismus: HDP-Chef verweigert Aufruf zur Entwaffnung der PKK

Der HDP-Chef Selahattin Demirtaş weigert sich, öffentlich die Entwaffnung der PKK zu fordern und bringt damit den Friedensprozess zwischen dem türkischen Staat und der PKK in Gefahr. Doch er könnte auch unter massivem Druck durch die Falken innerhalb der PKK stehen. Denn der aktuelle aktive PKK-Führer Cemil Bayik gilt als Kriegsbefürworter.

Einen Aufruf zur Entwaffnung der PKK will HDP-Chef Selahattin Demirtaş nicht vornehmen, berichtet NTV. Derjenige, der diesen Aufruf machen sollte, sei nicht er, sondern der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan, so der Politiker.

Doch der Chef der Terror-Organisation PKK hatte seine Anhänger bereits im März zum Abrüsten aufgefordert. Der bewaffnete Kampf im Konflikt mit der Türkei solle aufgegeben und durch eine demokratische Politik ersetzt werden. Demirtaş hingegen hat bisher keine klaren Worte gegen den bewaffneten Kampf der PKK gefunden.

Offenbar gibt es zwischen Demirtaş und Öcalan große Meinungsunterschiede, was die Zukunft der Türkei betrifft. Was zunächst wie ein einfacher Schlagabtausch aussieht, enthüllt auch größere Konfliktlinien bei der PKK. Wie eine interne Quelle gegenüber Basnews bestätigt, spaltet sich das radikale Lager des PKK-Führers im Kandil-Gebirge, Cemil Bayik, immer mehr von der moderateren PKK-Führungsetage ab. Deshalb gibt es auch zwischen Öcalan und Bayik einen Zwist.

Denn Öcalan ist  – entgegen allen Behauptungen – kein Unterstützer einer Abspaltung der Kurden von der Türkei.

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