Das Lächeln des Imperators: Die Türken sind zum Siegen verdammt

Startet die Aufholjagd? Zumindest für Türkeis Nationaltrainer Fatih Terim hat vor dem Kasachstan-Spiel die entscheidende Phase der EM-Qualifikation begonnen. Die Türken sind zum Siegen verdammt.

Lächerlich – so muss man die Punkteausbeute der Türkei bezeichnen, wenn man die Resultate und das Tableau der EM-Qualifikationsstaffel A betrachtet. Nur fünf Punkte aus fünf Partien, ein einziger Sieg (daheim gegen den Kontrahenten Kasachstan) und indiskutable Leistungen auf Island (0:3), gegen Tschechien (1:2) und in Lettland (1:1). Wie kann sich da die Türkei noch anmaßen, von der EM-Endrunde in Frankreich zu träumen?

Terim kampflustig: „Für uns fängt jetzt die zweite Hälfte an!“

Doch Hoffnung ist eine Eigenschaft, die insbesondere bei den türkischen Fußballanhängern zum emotionalen Standardrepertoire gehört. Umso unverwunderlicher, dass sich Nationaltrainer Fatih Terim dessen bedient, und zwar nicht zu knapp, denn: Der „Imperator“ bläst zur Aufholjagd! Terim fordert vor dem Qualifikationsspiel bei Außenseiter Kasachstan nicht nur den Sieg, sondern auch eine ansprechende Leistung, die sich nahtlos an die gelungene Darbietung im letzten EM-Qualifikationsspiel in den Niederlanden (1:1) anknüpft. „Wir haben in Amsterdam gezeigt, dass wir noch leben. Auch in der zweiten Halbzeit der Partie gegen Bulgarien (4:0) haben wir ein Ausrufezeichen setzen können. Jetzt fängt für uns die zweite Hälfte der Qualifikation an“, so Terim auf der Abschlusspressekonferenz in Almaty. Man habe nach dem Kasachstan-Spiel noch drei Heimspiele (gegen Island, Lettland und die Niederlande) und deshalb weiter alles in der eigenen Hand. „Der türkische Fußball gehört auf diese Bühne. Wir wollen zur Europameisterschaft nach Frankreich!“

Remis würde Träume zerplatzen lassen

Dass der Gastgeber alles andere als ein Punktegarant sei, habe man bereits im Hinspiel trotz des 3:1-Siegs erfahren. Terim appelliert deshalb an seine Mannschaft: „Wir müssen höllisch aufpassen, sonst wird die Begegnung zum Spießrutenlauf. Nur, wenn wir so agieren wie in Amsterdam, können wir unsere Aufgabe erfolgreich gestalten.“ Trotz der nicht optimalen Rahmenbedingungen in der Vorbereitung (Terim: „Meine Spieler haben alle eine unterschiedliche Fitness aufgewiesen!“) sei für den erfahrenen Übungsleiter ein Punktverlust nicht hinnehmbar. Schließlich würde bereits ein Remis die Türken zum Zuschauen bei der EM verdammen. „Und wenn wir gewinnen“, so Terim mit seinem typisch süffisanten Lächeln, „dann schauen wir mal, was noch in dieser Gruppe möglich ist.“

Babacan ist heiß auf das Match

Kaum erwarten kann die Partie Nationaltorhüter Volkan Babacan (Istanbul Basaksehir), der gegen die Kasachen wohl erneut im türkischen Kasten steht. „Wir haben uns gut vorbereitet, sind in guter Form und hochmotiviert. Wir wollen gewinnen und den ersten Schritt Richtung Europameisterschaft machen. Wir können es kaum erwarten, endlich die Aufholjagd zu beginnen!“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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