Türkei: Überfall der PKK auf Militär-Konvoi

Im Südosten der Türkei wurde am Samstag ein Militär-Konvoi beschossen. Der Urheber des Überfalls soll die PKK gewesen sein. Zuvor hatte die Terror-Organisation einen kurdischen Politiker aus dem islamischen Lager ermordet.

Im Südosten der Türkei gibt es noch zahlreiche bewaffnete Mitglieder der PKK. Das Gegenstück zur PKK ist die kurdische Islamisten-Miliz Hisbollah. (Screenshot via Youtube)

Im Südosten der Türkei gibt es noch zahlreiche bewaffnete Mitglieder der PKK. Das Gegenstück zur PKK ist die kurdische Islamisten-Miliz Hisbollah. (Screenshot via Youtube)

In der südöstlichen türkischen Stadt Siirt hat die Terror-Organisation PKK am Samstag einen Konvoi der türkischen Streitkräfte bechossen, berichtet CNN Turk. Bei dem Überfall soll es keine Todesopfer gegeben haben. Es handelte sich offenbar um eine Provokation, um das Militär in Gefechte reinzuziehen.

Zuvor wurde im Südosten der Türkei ein kurdischer Politiker bei einem Attentat ermordet. Nach verschiedenen Medienberichten soll der Urheber des Attentats die PKK gewesen sein. Im Südosten der Türkei toben derzeit Auseindandersetzungen zwischen religiös-konservativen Kurden und Anhängern der PKK.

Zudem befindet sich die PKK in bewaffneten Auseinandersetzungen mit den kurdischen Dorfschützern, die vom türkischen Staat unterstützt werden. Diesen Dorfschützern droht die HDP – der politische Arm der PKK – mit Krieg. Zahlreiche Kurden unterstützen den Friedensprozess zwischen der PKK und dem Staat , da erstmals unter der AKP-Regierung die Identität der Kurden auch staatlich anerkannt wurde. Doch offenbar will der radikale Flügel der PKK den Prozess abbrechen. Unklar bleibt, unter wessen Kontrolle dieser Flügel steht.

HDP-Chef Selahattin Demirtaş hat die Angriffe der PKK bisher nicht verurteilt. Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hingegen setzt sich bemerkenswerterweise weiterhin für den Friedensprozess ein.

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