Türkei: PKK greift zum siebten Mal Militär-Stützpunkt an

Am Donnerstag hat die Terror-Organisation PKK den Stützpunkt der türkischen Streitkräfte im südosttürkischen Dağlıca. Das ist der siebte Angriff seit Mai. Seit der Türkei-Wahl hat die Organisation den Stützpunkt insgesamt drei Mal angegriffen. Unklar bleibt, warum die PKK die bewaffnete Option bevorzugt. Schließlich ist sie über ihren politischen Arm HDP im Parlament vertreten.

In der südost-türkischen Region Hakkari-Yüksekova hat die PKK erneut einen Stützpunkt der türkischen Streitkräfte angegriffen, berichtet die Zeitung Vatan. Auffällig ist: Seit dem 7. Juni hat die Terror-Organisation ausschließlich den Grenzstützpunkt in Dağlıca beschossen, der sich in Hakkari-Yüksekova befindet. Diese fanden am 7., 12. und 14. Juni statt. Doch auch am 18., 25., 27. und 31. Mai griff die PKK denselben Stützpunkt an, berichtet Internethaber.

Seitdem die kurdischen Nationalisten der HDP mit 80 Abgeordneten in das türkische Parlament eingezogen sind, stellt sich die Frage, ob es denn noch Sinn macht, den bewaffneten Kampf fortzuführen. Schließlich ist die PKK paradoxerweise über ihren politischen Arm – nämlich der HDP – im Parlament vertreten.

Es würde in diesem Zusammenhang Sinn machen, wenn die aktiven PKK-Kämpfer ihre Waffen bedingungslos niederlegen und sich alle Stellen. Im Gegenzug hat die türkische Regierung angekündigt, eine Amnestie für die Kämpfer zu erlassen. Der PKK muss klar sein, dass die Türkei und die Autonome Regierung Kurdistans im Nordirak sehr gute Beziehungen haben. Der nordirakische Kurdenpräsident Masud Barzani spielt in der Region eine sehr konstruktive Rolle.

Die PKK sollte Barzani auch als ihren kurdischen Präsidenten akzeptieren. Denn Frieden und Stabilität entsteht in der gesamten Region nur, wenn die HDP und die PKK sich Barzani gegenüber diplomatisch verhalten.

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