Über Facebook: PKK-Miliz rekrutiert Ausländer gegen den IS

Der syrische Ableger der Terror-Organisation PKK (YPG) rekrutiert ausländische Freiwillige über eine Facebook-Webseite, die sich „Lions of Rojava“ nennt. Die Facebook-Seite ist gut besucht. Bisher haben sich zahlreiche Ausländer aus Europa und den USA den YPG-Verbänden angeschlossen. Sie alle kämpfen gegen die radikal-islamistische Miliz IS.

Die Kurden in Syrien rekrutieren über die Facebook-Seite „Lions of Rojava“ Kampfinteressenten gegen den IS. Die Seite hat mittlerweile 11.688 Likes. (Screenshot)

Die Kurden in Syrien rekrutieren über die Facebook-Seite „Lions of Rojava“ Kampfinteressenten gegen den IS. Die Seite hat mittlerweile 11.688 Likes. (Screenshot)

Der syrische Ableger der Terror-Organisation PKK (YPG) rekrutiert ausländische Freiwillige und Söldner aus aller Welt. Bei den Interessenten handelt es sich um Personen, die sich der YPG im Kampf gegen die radikal-islamistische Miliz IS anschließen möchten. Interessant ist, dass die YPG ähnlich wie andere Terror-Organisationen die Sozialen Medien nutzt, um eine Art „Personalentwicklung“ vorzunehmen.

Die Webseite, über die die ausländischen Kämpfer oder Kurden im Ausland angeworben werden, nennt sich auf Facebook „Lions of Rojava“ (mehr hier).

„Die meisten von ihnen gehen auf diese Facebook-Seite, die sich ,Lions of Rojava´ nennt. Sie schreiben eine Nachricht und sagen, dass sie daran interessiert, sich dem bewaffneten Kampf anzuschließen (…) Amerikaner, Australier und andere haben sich angeschlossen“, zitiert der Boston Herald den Direktor des US-amerikanischen Kurdish Information Network, Kani Xulam.

So wurde am Donnerstag der US-Amerikaner Keith Broomfield bestattet. Er stammt aus Bolton und hatte sich der YPG-Guerilla angeschlossen, um gegen den IS zu kämpfen. Er kam am 3. Juni 2015 ums Leben.

Mehmet Akbas, Präsident der New England Kurdish Association sagt, dass die Webseite „Lions of Rojava“ von englischsprachigen Personen geleitet wird. „Sie sind vor allem englische Muttersprachler, so dass sie in der Regel keine Probleme mit der Zusammenarbeit mit Menschen haben, die aus Europa oder den USA kommen“, so Akbas.

Luqman Barwari, Präsident des Kurdish American Relief Fund, hat eine Erklärung dafür, warum so viele Ausländer sich dem syrischen Ableger der PKK anschließen wollen. „Wenn es um einen Krieg der Kurden gegen eine Macht in der Region gehen würde, wäre das Interesse wahrscheinlich gering. Es geht bei diesem Kampf darum, das Böse zu kämpfen. Wir ermutigen die Menschen, sich an diesem Kampf zu beteiligen. Das ist nicht nur ein Krieg der Kurden, sondern ein Krieg für die Menschlichkeit“, so Barwari.

Nach diesem Aufruf werden sich offenbar weitere junge Kurden aus Europa dem Kampf gegen die IS-Extremisten anschließen. Doch als Deutscher muss man sich folgende Frage stellen:

Die PKK und ihr syrischer Ableger YPG werden in der EU als Terror-Organisation eingestuft. Im selben Maße ist auch der IS eine Terror-Organisation.

Warum wird den Deutschen von der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, dass es sich bei der PKK (YPG) um eine Art Freiheitsbewegung und nur beim IS um eine Terror-Organisation handelt?

Im vergangenen Jahr hatte Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Volker Kauder, sogar deutsche Waffenlieferungen an die PKK in Erwägung gezogen. Sanktioniert wurde er aufgrund dieser Forderung nicht.

Doch die Immunität der Linken-Bundestagsabgeordnete Nicole Gohlke wurde im März prompt aufgehoben, weil sie im Rahmen einer Rede im Bundestag die PKK-Fahne hochgehalten hatte.

Woher kommt dieser doppelte Maßstab und gibt es gute und schlechte Terroristen?

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