Syrien: IS kreuzigt Mann und schneidet ihm Hände und Füße ab

Die Terror-Miliz IS hat in Syrien einen Mann gekreuzigt. Anschließend wurden ihm Hände und Füße abgeschnitten. Im Netz verbreiten Islamisten ihre Gewalt-Botschaft und werben neue Anhänger. Experten suchen nach einem Mittel gegen die Propaganda.

Radikale Islamisten könnten schon bald die Oberhand in Syrien gewinnen. Die internationale Staatengemeinschaft muss reagieren. (Foto: Flickr/Free Syrian Army fighters are seen in a neighborhood of Damascus, Syria. April 1, 2012/Freedom House/CC BY 2.0)

Radikale Islamisten könnten schon bald die Oberhand in Syrien gewinnen. Die internationale Staatengemeinschaft muss reagieren. (Foto: Flickr/Free Syrian Army fighters are seen in a neighborhood of Damascus, Syria. April 1, 2012/Freedom House/CC BY 2.0)


IŞİD’den bir vahşet daha!bursadabugun video

Die Terror-Miliz IS hat in Syrien einen Mann zuerst gekreuzigt und anschließend sowohl die Hände als auch die Füße abgeschnitten, berichtet die Zeitung Bursada Bugün. Das Opfer soll angeblich gegen den IS spioniert haben. Die Terroristen haben das Verhör mit dem Mann und die anschließende Exekution gefilmt. Das arabischsprachige Video wurde im türkischsprachigen Raum von der Nachrichtenagentur Doğan veröffentlicht.

Die professionellen Videoclips sind ein wichtiger Teil der Inszenierung des Grauens, mit der die Terrormiliz IS ihre Botschaft verbreitet. In Hollywood-Manier produzierte Videos zeigen nicht nur «Heldentaten» der Mudschaheddin, der «Heiligen Krieger», sondern auch vermeintliche Kriegsromantik. Und immer wieder völlig entgrenzte Gewalttaten und Perversion: IS-Extremisten schneiden Gefangenen die Kehlen durch oder zünden sie bei lebendigem Leib an.

Das Internet verschaffe Extremisten einen «Lautsprecher der Gewalt», warnt Unesco-Generalsekretärin Irina Bokowa. Eine Konferenz der Kulturorganisation der Vereinten Nationen sucht seit Dienstag in Paris nach einem Impfstoff gegen die Hass-Propaganda im Netz. Denn Tausende junge Männer aus dem Westen sind dem Ruf der Extremisten, die im Irak und Syrien große Gebiete beherrschen, bereits gefolgt.

Der IS hat seine Propaganda gezielt auf diese potenziellen Unterstützer ausgerichtet, so die dpa. Die Videos seien eine Mischung aus radikal-religiösen Inhalten und einer Bildsprache, die sich an Videospielen und populären TV-Serien orientiert, sagt der französische Arabist Gilles Kepel. «Das ist fast wie die Marken-Strategie eines Unternehmens», resümiert der indische Schriftsteller und Politiker Shashi Tharoor.

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