Jeden Tag ein Türchen: Berlinerin erfindet süßen Kalender für den Ramadan

30 Türchen für einen ganzen Monat - und hinter jeder steckt eine süße Überraschung: Nach dem Vorbild eines Adventskalenders ist in Berlin erstmals ein Ramadankalender auf dem Markt. Darauf zu sehen: Das Bild zweier strahlender Kinder vor einer Moschee mit vier Minaretten - und untergehender Sonne. Denn im Ramadan, der an diesem Donnerstag begonnen hat, sind auch Süßigkeiten erst nach Sonnenuntergang erlaubt.

Die «Berliner Zeitung» hatte den Kalender in einem türkischen Supermarkt in Neukölln entdeckt. Die Idee stammt von einer 30-jährigen Berlinerin, deren Familie aus dem Libanon kommt und die ihren Töchtern im Dezember stets Adventskalender kaufte. Und die Muslim-Version schlägt ein: Der Ramadankalender wird bereits bundesweit verschickt, so die dpa.

Verkaufsstart für die ungewöhnliche Idee mit 30 statt der gewohnten 24 Türchen war am 08. Juni 2015 in Berlin. Doch seither entwickelt sich das Geschäft offenbar rasant. „(…) mit so einem großen Ansturm haben wir nicht gerechnet aber dennoch sind die letzten Pakete raus. Viele Kunden haben schon ihre Pakete im ganzen Bundesgebiet erhalten (…) (wir) wüschen euren Liebsten ganz viel Spaß mit dem Ramadankalender“, heißt es auf der dazugehörigen Internetseite.

Der erste Ramadankalender ist 41 Zentimeter lang, 28 Zentimeter breit und 1,5 Zentimeter hoch. Gefüllt ist der Kalender mit Marken Brause-Bonbons und Marken Kaugummis. Ein Kalender kostet 4,90 Euro. Der Versand für ein Kalender beträgt 3,90 Euro. Einen Halal-Stempel gebe es auch, so die Berliner Zeitung.

Die gebürtige Libanesin sei zunächst in Heilbronn aufgewachsen und anschließend mit ihrer Familie nach Berlin gezogen, berichtet hierzu auch der Berliner Kurier. Und zeigt sich überzeugt: „Nachdem sie an der TU Berlin ihren Bachelorabschluss im Fach Ökonomie erlangt hat, könnte ihr mit dem Ramadan-Kalender gleich der erste unternehmerische Coup gelingen.“
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