Erdoğan verklagt erneut kritischen Journalisten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mischt sich erneut in Presseangelegenheiten ein. Im Visier hat er nun einen türkischen Journalisten, der in den USA tätig ist. Dieser soll in einem Buch Unwahrheiten über ihn verbreitet haben.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan geht erneut juristisch gegen einen Journalisten vor. Das berichtete die Zeitung «Hürriyet» am Samstag, für die der Journalist Tolga Tanis in den USA arbeitet.

Erdoğans Anwalt werfe ihm vor, in einem Buch Unwahrheiten über den heutigen Präsidenten und früheren Ministerpräsidenten verbreitet zu haben und sein Ansehen in Verruf zu bringen, schrieb die Zeitung. Tanis setzt sich in dem Werk mit den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA in den Jahren 2009 bis 2014 auseinander.

In den vergangenen Monaten häufen sich Anklagen wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes, dem ein zunehmend autoritäres Verhalten vorgeworfen wird, so die dpa. Artikel 299 des türkischen Strafgesetzbuches sieht Haft bis zu vier Jahren für die Beleidigung des Präsidenten vor. Beleidigung der Regierung kann mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

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