Türkei-Premiere: CHP und HDP gründen erste „Kurdistan-Universität“

Der stellvertretende Vorsitzende der CHP, Sezgin Tanrıkulu, und neun Abgeordnete der HDP arbeiten gemeinsam an der Gründung der ersten „Kurdistan-Universität“ der Türkei. An der Universität soll ausschließlich auf Kurdisch gesprochen und gelehrt werden. Die Kooperation zwischen der CHP und HDP ist derart eng, dass bei der Türkei-Wahl zahlreiche CHP-Mitglieder für die HDP gestimmt haben, damit diese den Einzug schafft und die AKP Stimmen verliert. Eine besonders raffinierte Strategie.

Sezgin Tanrıkulu ist Vize-Chef der CHP. Er ist mit neun HDP-Abgeordneten an der Gründung der ersten „Kurdistan-Universität“ beteiligt. (Screenshot)

Sezgin Tanrıkulu ist Vize-Chef der CHP. Er ist mit neun HDP-Abgeordneten an der Gründung der ersten „Kurdistan-Universität“ beteiligt. (Screenshot)

Am Sonntag kamen in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır regionale Aktivisten und Politiker der Oppositions-Parteien CHP und HDP im Cegerxwîn-Kulturzentrum zusammen, um mit den Planungen für den Bau der „Kurdistan-Universität“ zu beginnen. Die Lehrveranstaltungen an der neuen Universität sollen ausschließlich in kurdischer Sprache stattfinden.

Vor Ort waren der stellvertretende Vorsitzende der sozialdemokratischen CHP, Sezgin Tanrıkulu, und die HDP-Abgeordneten Altan Tan, Ahmet Yıldırım, İmam Taşçıer, Kadri Yıldırım, Mahmut Toğrul, Mithat Sancar, Osman Baydemir, Sırrı Süreyya Önder, Yurdusev Özsökmenler. Sie alle sind Mitglieder der Stiftung. Der Bau der „Kurdistan-Universität“ soll über die Mesopotamien-Stiftung abgewickelt werden. „Es gibt wohl keine einzige Stiftung, die zehn Abgeordnete als Mitglieder hat. Deshalb freuen wir uns besonders. Dieses Jahrhundert, wird das Jahrhundert der Kurden werden“, zitiert YÜKSEKOVA HABER den Vorsitzenden der Sachverwalter der Stiftung, Dr. Selim Ölçer.

Hier geht es zur Webseite der Stiftung.

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