Österreich und Russland planen gemeinsamen Pipeline-Bau

Österreichs Energie-Riese OMV befindet sich mit Gazprom in Gesprächen über den Bau einer Pipeline. Die EU wünscht, dass russisches Gas unter Umgehung der Türkei direkt nach Bulgarien transferiert wird. Von da aus soll das Gas über die Route der gescheiterten Nabucco-Pipeline nach Wien fließen.

Etwa 30 Milliarden Kubikmeter russisches Gas könnten dann jährlich durch jene Pipeline nach Wien fließen. (Foto: Flickr/ Moonrise over Vienna by Alexander Russy CC BY 2.0)

Etwa 30 Milliarden Kubikmeter russisches Gas könnten dann jährlich durch jene Pipeline nach Wien fließen. (Foto: Flickr/ Moonrise over Vienna by Alexander Russy CC BY 2.0)

Das österreichische Öl- und Gasunternehmen OMV plant offenbar gemeinsam mit Gazprom den Bau einer Pipeline von Russland bis nach Wien. Dabei soll in Südosteuropa die Route des gescheiterten Nabucco-Projekts genutzt werden, berichtet Die Presse. Doch dabei soll nach Wunsch der EU-Staaten die Türkei als Transitland umgangen werden. Stattdessen soll das Gas von den Russen direkt an die bulgarische Küste geliefert werden.

Von da aus soll das Gas über die „neue Nabucco-Pipeline“ nach Wien weitergeleitet werden. Etwa 30 Milliarden Kubikmeter russisches Gas könnten dann jährlich durch jene Pipeline nach Wien fließen. In diesem Zusammenhang hat OMV auch ein Interesse daran, iranisches Gas zu beziehen. Denn trotz der Sanktionen und dem gespannten Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, hielt Österreichs Energie-Riese durchgehend engen Kontakt zu hochrangigen iranischen Beamten. Das OMV-Büro in Teheran wurde zu keinem Zeitpunkt geschlossen.

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