Europol jagt Terrormiliz IS auf sozialen Netzwerken

Europol will der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) künftig im Internet den Garaus machen. Verhindert werden soll vor allem die Rekrutierung neuer Dschihadisten über Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Doch die Arbeit gleicht einem Fass ohne Boden. Allein auf dem Kurznachrichtendienst soll es gut 50.000 einschlägige Accounts geben.

Ab Juli will Europol ein verstärktes Auge auf Soziale Netzwerke haben. (Foto: Flickr/ Masificación de Internet by Ministerio TIC Colombia CC BY 2.0)

Ab Juli will Europol ein verstärktes Auge auf Soziale Netzwerke haben. (Foto: Flickr/ Masificación de Internet by Ministerio TIC Colombia CC BY 2.0)

Europol will mit einer neuen Polizei-Einheit Accounts der Terromiliz Islamischer Staat (IS) auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter aufspüren und blockieren. Die wichtigsten Kanäle der IS-Propaganda sollen gestoppt werden, erklärte der Direktor der europäischen Polizeibehörde, Rob Wainwright, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Den Haag. «Unser Hauptziel ist es, die Rekrutierung neuer Dschihadisten in Europa zu unterbinden.»

Die Beamten würden ab Juli die Netzwerke auf mögliche terroristische Inhalte durchsuchen, erklärte der Direktor. Bei einem erwiesenen Missbrauch würden die Betreiber der Netzwerke informiert. «Sie werden die Accounts dann gemäß ihrer eigenen Nutzerregeln blockieren», sagte Wainwright. Europol habe darüber mit den «größten sozialen Netzwerken» eine Vereinbarung getroffen. Namen der Unternehmen nannte er nicht, so die dpa.

Die Terrormiliz IS versucht über soziale Netzwerke, Dschihadisten für den Kampf in Syrien oder den Irak zu werben. Nach Schätzungen von Experten sind allein im Kurznachrichtendienst Twitter 50 000 Accounts mit der Terrormiliz verbunden.

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