Mutmaßlicher Islamist am Düsseldorfer Flughafen festgenommen

Sicherheitskräfte haben am Düsseldorfer Flughafen einen mutmaßlichen Islamisten festgenommen. Gegen den 29-Jährigen werde wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Mann habe am vergangenen Mittwoch trotz Ausreiseverbots in die Türkei fliegen wollen.

Der Mönchengladbacher gehöre seit Jahren der dortigen Salafisten-Szene an, so die dpa. Er wird auch verdächtigt, 2014 an Kämpfen in Syrien beteiligt gewesen zu sein. Seit seiner Rückkehr im vergangenen Oktober wird er von der Polizei beobachtet. Konkrete Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags in Deutschland lägen aber nicht vor.

„Aufgrund neuer Beweismittel, welche die bewaffnete Beteiligung des Tatverdächtigen an Kampfhandlungen in Syrien belegen, und dem Bekanntwerden seines Vorhabens, trotz Ausreiseverbotes in die Türkei auszureisen, beantragte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am vergangenen Mittwoch einen Haftbefehl gegen ihn und die Einsatzkräfte griffen am Flughafen Düsseldorf zu“, so die Polizei.

Der Verdächtige, der Mitglied des Vereins „Einladung zum Paradies“ war, habe sich widerstandlos festnehmen lassen. Er sei aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Düsseldorf vom selben Tage in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert worden. Anschließende Maßnahmen im Nachgang zu dieser Festnahme hätten außerdem zur Sicherstellung weiteren Beweismaterials geführt.

Gegen den Festgenommenen sei seit geraumer Zeit ein Ermittlungsverfahren wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB) durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geführt worden. Er werde verdächtigt, sich zwischen Juli und Ende September 2014 in Syrien an Kampfhandlungen im Krisengebiet beteiligt zu haben, so die Polizei weiter. Darüber hinaus stehe er im Verdacht, dass er sich zu diesem Zweck dort im Umgang mit der Waffe unterweisen ließ.

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