Drama im türkischen Urlaubsparadies: Sechsjähriges Mädchen harrt drei Tage neben toten Eltern aus

Im türkischen Urlaubsparadies Alanya hat sich eine menschliche Tragödie abgespielt. Ein sechsjähriges ukrainisches Mädchen wurde dort von der Polizei vor dem Hungertod gerettet. Die Kleine hatte drei Tage neben ihren toten Eltern in einer Ferienwohnung ausgeharrt.

Türkischen Medienberichten zufolge hätten der 38-jährige Viacheslav S. und seine Frau Maiia vor kurzem eine Wohnung im südtürkischen Alanya angemietet und verstarben. Am frühen Morgen des 22. Juni rief ihre kleine Tochter Anzhelika dann vom Balkon aus um Hilfe. Für ihre Eltern kam diese jedoch Tage zu spät.

Gegen 3.30 Uhr am Morgen soll das kleine ukrainische Mädchen ihre russischsprachigen Nachbarn alarmiert haben. „Ich habe Hunger. Meine Eltern schlafen, und sie wachen nicht auf“, zitiert sie die türkische Zeitung Hürriyet.

Die herbeigerufenen türkischen Sicherheitskräfte und medizinischen Teams stellten schnell fest, dass das ukrainische Paar bereits vor drei Tagen gestorben war. Die Beamten fanden die beiden sitzend auf der Couch des Apartments. Die Leichname wurden anschließend in die Leichenhalle des Forenischen Instituts von Antalya gebracht. Die Polizei befragte Nachbarn des Paares sowie den Portier ihrer Wohnung. Das sei nach einer ärztlichen Untersuchung türkischen Behörden übergeben worden, heißt es weiter.

Wie ein älterer Nachbar der türkischen Nachrichtenagentur Doğan erklärte, habe die Familie die Wohnung bereits am 8. Mai bezogen. Aufgefallen sei der massive Alkoholkonsum der beiden Erwachsenen. Zudem soll der Ehemann seine Frau geschlagen haben. In den vergangenen drei Tage habe sie dann niemand mehr gesehen. Derzeit gehe man davon aus, dass beide nach einem Trinkgelage ins Koma gefallen und anschließend verstorben seien. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.

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