Lafontaine: „Die Nazis waren nicht fremdenfeindlich“

Oskar Lafontaine schreibt per Facebook „Fuck the US-Imperialism!“ und wird plötzlich zum neuen deutschen Siegfried. Er setzt sich gekonnt in Szene und wird die politischen Lorbeeren sicherlich ernten – so vielleicht der Plan. Lafontaine hatte auch in der Vergangenheit mit kontroversen Aussagen brilliert. 2005 sagte er, dass die Nazis nicht fremdenfeindlich gewesen seien. Denn schließlich hätten sie Fremde beschäftigt. Lafontaine war es auch, der in den 90er Jahren Ressentiments gegen Asylbewerber schürte. Man sieht: Lafontaine ist ein „wahrer“ Sozialist. Und etwas national ist er auch.

Oskar Lafontaine ist aktuell der Held der Stunde, ja gar der neue Held der Deutschen. Am Dienstag hat er – offfenbar ausgelöst durch einen urplötzlichen Adrenalin-Stoß  – auf Facebook mitgeteilt: „Wir brauchen eine europäische Außenpolitik, die den kriegstreibenden US-Imperialismus eindämmt! Fuck the US-Imperialism!“

Wer auf diese Worte hereinfällt, der unterschätzt Lafontaines Fähigkeiten als Populist und Demagoge, der es versteht die Gefühle der Massen zielgerecht anzusprechen, um daraus politischen Profit zu schöpfen. So sagte er auf dem WASG-Parteitag am 3. Juli 2005: „Die Nazis waren nicht fremdenfeindlich, sondern in erster Linie rassistisch, denn sie haben Fremde im Deutschen Reich beschäftigt.“

Lafontaine erhoffte sich durch diese Aussage, einen Aufstieg der Partei WASG, die jedoch zu seinem Unglück untergegangen ist. So dämlich wie die Strategie war, so durchsichtig war sie auch. Der Mann wollte links wirken aber vor allem in Ostdeutschland rechts punkten. Schließlich waren ja die Nationalsozialisten auch Sozialisten.

Da stellt sich der Bürger die Frage, ob Lafontaine sich nun als linker Nationalsozialist – wie die Strasser-Brüder aus den 30er Jahren – oder als nationalsozialistischer Linker ansieht? Oder definiert er sich ganz anders?

Lafontaine war sich niemals zu schade, um mit Ressentiments der Deutschen gegenüber bestimmten Gruppen zu spielen. Mal waren es die „Türken“ und ein anderes Mal die „Aussiedler“, berichtet die PNN.

Im Jahr 1989 war es ebenfalls Lafontaine, der die Debatte um einen angeblichen massenweisen „Asylmissbrauch“ in Gang brachte, schreibt die innenpolitische Sprecherin der Links-Partei, Ulla Jelpke, in einem Aufsatz. Damals bewegte dieses Thema die Deutschen in einer negativen Art und Weise und Lafontaine teilte die Positionen der rechtskonservativen innerhalb der CDU.

Lafontaine gehört zu denjenigen, die den Rechtsradikalen und Rechtskonservativen in Deutschland die Legitimationsgrundlage lieferten, um Menschen zu diffamieren, anzugreifen und vielleicht sogar zu töten.

Und nun sitzt der gute Herr in seiner prunkvollen „Villa Lafontaine“ und spielt den „Anti-Imperialisten“, der sich für Menschlichkeit und gegen Unterdrückung einsetzt.

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