Das denken Deutsche über Türken: „Messerstecher“ und BMW-Fahrer

Aus einer aktuellen Video-Umfrage geht hervor, dass die Deutschen tiefsitzende Vorurteile gegen Türken haben. Da ist die Rede von „Messerstecher“ oder „Gewalttäter“. Dabei vergessen die Deutschen, dass sie die letzten auf dieser Erde sind, die sich derartige Ausfälle leisten dürfen. Denn schließlich haben sie mehr als genug Feinde im Ausland und müssen ebenfalls mit Vorurteilen kämpfen.

Johann Wolfgang von Goethe: „Hört ihr nicht die Schritte? Sie kommen, die Kämpfer der Gerechtigkeit. Im Namen des Barmherzigen, die Türken kommen“. (Screenshot)

Johann Wolfgang von Goethe: „Hört ihr nicht die Schritte? Sie kommen, die Kämpfer der Gerechtigkeit. Im Namen des Barmherzigen, die Türken kommen“. (Screenshot)

In Deutschland hat „Fabulous Fellow Television – Djangoville“ Bürger mit der Frage konfrontiert, was sie denn über Türken denken würden. Die Antworten der Menschen waren teilweise lustig, aber zumeist erschreckend. Die Klischees der Deutschen über Türken reichen von „Messerstecher“ bis „junge Türken fahren immer nur BMW 3, junge Türken gehen immer nur in der Gruppe raus“. Weiterhin wird den Türken Gewaltbereitschaft und weitere negative Eigenschaften vorgeworfen. Das Video wurde auf Hastane.com veröffentlicht und gibt einen tiefen Einblick in deutsche Gehirne (Hier der Link zum Video).

Doch es gibt auch historische Ausnahmen unter den Deutschen, so wie Goethe, der da gesagt hat: „Hört ihr nicht die Schritte? Sie kommen, die Kämpfer der Gerechtigkeit. Im Namen des Barmherzigen, die Türken kommen“. Vielleicht sind es auch diese Schritte der „Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“, die den Deutschen Angst einjagen.

Aber Vorurteile lösen sich nur schwerlich auf – insbesondere in Europa. Dabei müssen auch die Deutschen im Ausland mit Vorurteilen kämpfen. Da wird beispielsweise behauptet, dass die Deutschen gehässige potentielle Mörder seien. Ein Volk, welches jederzeit durchdrehen und um sich schlagen könnte – so das Vorurteil. In den USA und sogar in Deutschland behaupten einige Kreise, dass es so etwas wie ein Nazi-Gen gibt und die Deutschen deshalb Schwierigkeiten hätten, sich wie normale Menschen zu verhalten. In diesem Zusammenhang sei die kollektive rassistische Eruption während der Sarrazin-Debatte kein Zufall, sondern ein naturgemäßes Verhalten gewesen.

So vermutet der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, dass es so etwas wie ein Nazi-Gen geben könnte. Die Berliner Zeitung berichtet: „Im Gespräch mit dem jüdisch-amerikanischen Historiker Fritz Stern, der als Kind aus Deutschland fliehen musste, bekennt Schmidt, ihm sei ,der ganze Prozess´, der zum Erfolg des Nationalsozialismus in Deutschland führte, noch immer ,ein völliges Rätsel´. Bis heute misstraue er den Deutschen, weil er davon ausgehe, dass, es irgendwelche Gene geben muss, die hier eine Rolle spielen´“.

Aber dem kann natürlich nicht so sein. Auch all diese Umschreibungen der Deutschen sind garantiert nur Vorurteile, die nichts mit der Realität zu tun haben. Garantiert!

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