Türkisches Monument: Blaue Moschee in Istanbul wird 398 Jahre alt

Sie ist eines der wohl berühmtesten Denkmäler für türkische und islamische Kunst: Die Blaue Moschee in Istanbul. In diesem Monat feiert eines bekanntesten Symbole Istanbuls nun Geburtstag. Am 10. Juni vor 398 Jahren öffnete sie erstmals für Gläubige ihre Pforten.

Die Blaue Moschee gilt vielen als das Wahrzeichen der Stadt. Hoch ragt sie in den Himmel über der historischen Halbinsel. Das monumentale Bauwerk, das als einziges in der Welt von Beginn an mit sechs Minaretten ausgestattet ist, zieht die Besucher zu Tausenden an.

Das Paradebeispiel osmanischer Baukunst wurde während der Herrschaft von Ahmed I. von Sedefkar Mehmed Agha errichtet, so die türkische Zeitung Worldbulletin. Seither gilt sie als eines der grundlegendsten Bauwerke der Istanbuler Skyline. Im Inneren besticht das Bauwerk durch seine mehr als 20.000 blauen, grünen und weißen Iznik-Fliesen, die die Kuppel der Moschee und den oberen Teil der Mauern ausschmücken. Der Innenraum wird durch ganze 260 Fenster erhellt.

Ihr Architekt Sedefkar Mehmet Aga war Schüler von Mimar Sinan, einem der größten Architekten der klassischen türkischen Architektur. Nach seinem Tod übernahm er die Fackel von seinem Meister. Er reichte einen Plan ein, der zuvor von seinem Herrn ausgearbeitet wurde, allerdings in einem größeren Maßstab. Mit Erfolg: Der Bau begann im Jahre 1609 und wurde am 9. Juni 1617 abgeschlossen.

Derzeit haben nur die Prophetenmoschee in Medina mit zehn und die Hauptmoschee in Mekka mit neun Minaretten mehr Minarette als die Sultan-Ahmed-Moschee. Vor einigen Jahren erlebte das historische Bauwerk noch einmal eine echte Premiere: Mit der Visite von Papst Benedikt XVI. am 30. November 2006 anlässlich seines Pastoralbesuches in der Türkei betrat erstmals ein Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche das islamische Gotteshaus. Während des Gebets der geistlichen Oberhäupter Istanbuls verharrte er in einer Meditation.

Als erster Papst der Kirchengeschichte hat dann Franziskus mit gefalteten Händen in einer Moschee gebetet, berichtet die FAZ im November 2014.

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