Erdoğan verurteilt IS-Angriff auf Kobane scharf

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan hat den IS-Angriff auf die kurdisch-syrische Stadt Kobane scharf verurteilt. Etwa 130 Personen aus der Kurdenstadt sollen sich aktuell in türkischen Krankenhäusern in ärztlicher Behandlung befinden. Ein Sprecher der Kurden-Miliz sagt, dass der IS aus dem Westen und dem Süden nach Kobane eingedrungen ist. Mehrere westliche Medien wollten der Türkei zuvor unterstellen, dass der IS über die Türkei nach Syrien eingedrungen sei.

Recep Tayyip Erdoğan ist erhebt Vorwürfe gegen den Westen. (Screenshot via Facebook)

Recep Tayyip Erdoğan ist erhebt Vorwürfe gegen den Westen. (Screenshot via Facebook)

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan hat am Donnerstagabend den erneuten Vorstoß der Terror-Miliz IS auf die nordsyrische Stadt Kobane scharf verurteilt, berichtet die Zeitung Posta.

Erdoğan wörtlich: „Wir verurteilen die Angriffe des IS aufs Schärfste. Doch wir beobachten, dass eine regelrechte Hetzkampagne gegen unser Land gestartet wurde, um uns in die Nähe des Terrorismus zu rücken. Dabei sind wir das Land, welches seine Tür für die Vertriebenen und Flüchtlinge geöffnet hat. Derzeit werden in unseren Krankenhäusern 130 Menschen aus Kobane ärztlich behandelt. Die Ereignisse in Syrien und im Irak können nicht aus dem Blickwinkel der innenpolitischen Dynamiken gesehen werden. Die künstlichen Grenzen, welche entlang der Öl-Interessen externer Staaten gezogen wurden, haben im vergangenen Jahrhundert endlose Bruderkriege herbeigeführt.“

Zuvor hatte die HDP der Türkei vorgeworfen, dass die IS-Kämpfer in Kobane aus der Türkei eingedrungen sein. Bemerkenswerterweise hat genau diesen Vorwurf die kurdischen YPG-Kämpfer in Nordsyrien verneint. Der YPG-Sprecher Redur Halil sagte der Nachrichtenagentur Anadolu:

„Wir haben keinerlei Vorwürfe gegen die Türkei erhoben. Die IS ist nicht aus dem Norden, sondern aus dem Westen und Süden in die Stadt Kobane eingedrungen.“

Erdoğan hat der HDP hingegen Illoyalität vorgeworfen. „Wenn ihr die Partei der gesamten Türkei werden wollt, dann müsst ihr das auch in die Tat umsetzen. Stattdessen betreibt ihr Kumpanei mit den Feinden der Türkei und fällt uns allen in den Rücken.“

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