Ballon-Unfall in Kappadokien: 18 Touristen verletzt

In der türkischen Touristenregion Kappadokien ist es zu einem schweren Ballon-Unfall gekommen. Das Fluggerät war in eine Stromleitung geraten und der Motor in Flammen aufgegangen. 18 Touristen wurden verletzt.

Der Unfall ereignete sich im so genannten Üzengi Tal. Der Ballon blieb in einer Stromleitung hängen und musste darauf hin notlanden. Während der harten Landung trat dann Druckgas aus den Zylindern des Ballons aus, sodass der Motor in Flammen aufging.

Rahim Ünlübay, Landesgesundheitsdirektor von Nevşehir, erklärte gegenüber der Presse, dass sich 20 Personen in dem Ballon befunden hätten. 18 von ihnen wurden verwundet und in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht, wo sie hauptsächlich wegen Verbrennungen behandelt würden. Allesamt würden sie sich jedoch in einem stabilen Zustand befinden. Keiner hätte ernsthafte Verletzungen davon getragen. Der Piloten habe Verbrennungen ersten Grades an Armen und Kopf erlitten. Eine Untersuchung des Vorfalls wurde eingeleitet.

Nach jetzigem Kenntnisstand soll es sich um allesamt ausländische Touristen handeln. Darunter 14 chinesische Bürger, ein brasilianischer, zwei Griechen und zwei Personen aus den Vereinigten Staaten.

Das Ballon-Geschäft gehört zu den lukrativsten Sektoren der Region. Es macht gut 14 der jährlichen Einnahmen von 600 Millionen US-Dollar aus, die der Fremdenverkehr in die hiesigen Kassen spült. Insgesamt gibt es 195 Ballonunternehmen in der Gegend.

Im Mai 2013 kamen bei einem Heißluftballon-Unglück zwei brasilianische Touristinnen ums Leben, 23 weitere Urlauber wurden verletzt. Über den schroffen Felsenlandschaften der Gegend war der Unglücksballon mit dem Korb eines zweiten Ballons zusammengeprallt. Dabei wurde seine Hülle aufgerissen und das Fluggerät, in dem sich auch Gäste aus Spanien, Brasilien und Argentinien befanden, stürzte gut 300 Meter zu Boden.

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