Erdoğan fordert von Militärs Einmarsch in Syrien

Nach türkischen Medienberichten fordert der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan und Ahmet Davutoğlu von den türkischen Streitkräften, unverzüglich in Syrien einzumarschieren. Doch die Generäle und die Bürokraten des Außenministeriums sind gegen diesen Plan. Stattdessen weisen sie darauf hin, dass ein schriftlicher Befehl des Premiers nötig sei. Doch die Türkei hat aktuell keinen Premier. Das Land schlittert in eine Staatskrise.

Die türkischen Streitkräfte sind weltweit im Einsatz. Schon bald könnten sie syrisches Territorium betreten. (Screenshot)

Die türkischen Streitkräfte sind weltweit im Einsatz. Schon bald könnten sie syrisches Territorium betreten. (Screenshot)

Nach türkischen Medienberichten könnte sich die Türkei bald auf einen Einmarsch in Syrien vorbereiten. Bei der letzten Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats in der vergangenen Woche sollen der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan und Ahmet Davutoğlu ausdrücklich für diese Option eingesetzt haben. Ein möglicher Einmarsch soll über die syrische Stadt Dscharabulus erfolgen.

Doch die Bürokraten des Außenministeriums kritisierten den Vorschlag. Das brachte die Zeitung Yeniçağ in Erfahrung. Die Vertreter der türkischen Streitkräfte wiesen darauf hin, dass sich die Türkei in einer kritischen Phase befinde. Die Voraussetzung für derartige Aktionen sei die Gründung einer Regierungskoalition. Anschließend müsste die Einmarsch-Option im Parlament ausdiskutiert werden. Den Einmarsch-Befehl dürfe nur der neue Premier geben, so die Militärs.

Davutoğlu beharrte darauf, dass die Türkei möglichst bald einmarschieren müsse, damit der Syrien-Konflikt nicht in die Türkei überschwappt. Die Militärs sollen anschließend zum wiederholten Mal gesagt haben, dass sie einen schriftlichen Befehl vom Premier bräuchten. Zudem müssen derartige Operationen gut geplant werden.

Nach Angaben von Yeniçağ sollen die türkischen Generäle und das Außenministerium diplomatischen Widerstand gegen einen Syrien-Einmarsch geleistet haben.

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