Zentralrat der Muslime: Anschläge könnten auch organisiert sein

Bei den drei jüngsten islamistischen Terroranschlägen schließt der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) eine Absprache nicht aus. Nach Ansicht des ZMD-Vorsitzenden Aiman Mazyek würde hier gezielt eingeschüchtert und Insignien des Islam und der Ramadan diskreditiert. Vor allem die Medien dürften den Terroristen «nicht auf den Leim gehen».

«Mit diesen drei entsetzlichen Taten an einem Tag wird eingeschüchtert, es werden die Insignien des Islam und der Ramadan diskreditiert, und es wird den Muslimen ein großer Schaden zugefügt», sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Da kommt man schon auf den Gedanken, dass es eine Absprache der Terroristen gab.» Am Montag nächster Woche jährt sich zum ersten Mal, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) das Kalifat ausgerufen hat.

Vor dem Hintergrund der Anschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich, bei denen am Freitag mindestens 67 Menschen ums Leben kamen, erinnerte Mazyek auch an den «Terror fernab des Scheinwerferlichtes», unter anderem in Syrien und Irak. «Die jüngsten Vorfälle sind schockierend. Aber wir haben bereits diese Welle von fürchterlichen Anschlägen», sagte Mazyek.

Vor allem die Medien dürften den Terroristen «nicht auf den Leim gehen». Den Begriff des sogenannten Islamischen Staates müsse man stärker hinterfragen als dies bislang in den Berichten der Fall sei.

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