Kurden in Kobani: „Der IS kommt nicht aus der Türkei, sondern aus dem Süden“

Die syrische Kurden-Miliz meldet, dass der IS nicht über die Türkei, sondern vom Süden und Westen her nach Kobani eingedrungen ist. Während die europäische Öffentlichkeit trotzdem die Türkei verantwortlich machen will, hat ein Prozess in Großbritannien enthüllt, dass der britische Geheimdienst den IS in Syrien massiv unterstützt. Doch darüber schweigt Europa.

Die Terror-Miliz IS bringt im Nahen Osten massenweise Muslime um. (Screenshot)

Die Terror-Miliz IS bringt im Nahen Osten massenweise Muslime um. (Screenshot)

Der Sprecher der Kurden-Milizen in Nordsyrien (YPG), Redur Halil, hat Berichte europäischer Medien, wonach der IS über die Türkei nach Kobani eingedrungen sein soll, dementiert. Halil sagte der Nachrichtenagentur Anadolu:

„Wir haben keinerlei Vorwürfe gegen die Türkei erhoben. Die IS ist nicht aus dem Norden, sondern aus dem Westen und Süden in die Stadt Kobane eingedrungen.“

In einer weiteren Erklärung sagt Halil, dass die Türkei der YPG dankbar sein muss, weil die YPG den IS nicht in den Norden lässt, sondern vertreibt. Es gebe keinen Grund, warum die Türkei Angst vor der YPG haben sollte. „Wir sind keine Gefahr für die Türkei und werden unsere Waffen niemals gegen die Türkei richten“, sagte Halil dem türkisch-kurdischen Sender IMC.

Am Samstag wiederholte Halil seine Aussage. Er habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass die IS-Kämpfer aus der Türkei eingedrungen sind. Einige Medienorgane hätten seine Aussagen bewusst falsch wiedergegeben, berichtet Canli Haber.

Umso erstaunlicher ist es, dass die HDP und eine Reihe europäischer Medien der Türkei vorwerfen, der IS sei über die Türkei nach Kobani eingedrungen. Doch der HDP und den europäischen Medien soll an diesem Punkt eine Hilfestellung geleistet werden.

Am 8. Juni 2015 kam es in London zum Abbruch eines Terror-Prozesses gegen den schwedischen Staatsbürger Bherlin Gildo. Ihm wurde vorgeworfen, an terroristischen Aktivitäten in Syrien beteiligt gewesen zu sein. Doch im Verlauf des Prozesses führte die Verteidigung an, dass der britische Geheimdienst dieselbe Terror-Gruppe in Syrien bewaffnet hatte, der auch Gildo angehörte, berichtet der Guardian. Die Staatsanwaltschaft, prüfte die Unterlagen gründlich und reagierte unverzüglich auf die Enthüllung: Die Anklage wurde in allen Punkten fallengelassen (Zu den Hintergründen – Mehr auf DWN).

Wenn dies immer noch nicht reicht, sollte die europäische Öffentlichkeit recherchieren, welche europäischen Söldnerfirmen ihr „besonders professionelles“ Personal im welchen Zeitraum in den Irak und nach Syrien entsendet haben. Schließlich soll der IS ein besonders guter Arbeitgeber sein. Deshalb schließen sich der Terror-Miliz auch muslimische Söldner – vor allem Wahabiten aus Saudi-Arabien –  an.

In Syrien kämpfen sowohl auf Seiten der Regierung als auch auf Seiten der „bewaffneten Opposition“ Söldner aus aller Welt. In Saudi Arabien werden Spenden von wohlhabenden arabischen Scheichs gesammelt, um den Krieg gegen das Assad-Regime zu finanzieren. Das aber sind die Geschäftspartner der EU, was wiederum das Schweigen bezüglich der Saudis erklärt. Der IS besteht aus 7.000 bis 12.000 Mann, wovon 3.000 Ausländer sein sollen. Zahlreiche der Ausländer kommen aus Europa, berichtet The Telegraph.

Vielleicht lässt es sich dann erklären, warum angebliche Gotteskämpfer, die ohnehin sterben und per Direktflug ins Paradies wollen, maskiert herumlaufen. Es stellt sich auch die Frage, warum diese besonders frommen Mörder durchgehend damit beschäftigt sind sunnitische und schiitische Muslime in Massen zu töten? Der IS verübt einen Völkermord an den Muslimen und die Muslime sollen Schuld daran sein. Der Muslim  – obwohl das ultimative Völkermord-Opfer des 21. Jahrhunderts – wird im Rahmen einer Schuldumkehr zum ultimativen Täter erklärt.

Die Söldnerheere unterstehen übrigens in Europa keiner parlamentarischen Kontrolle und die Vergabe der Aufträge erfolgt höchst intransparent. An alle, die immer noch nicht verstanden haben, was die Aufgabe des IS ist: Diese Terror-Miliz soll im Nahen Osten sowohl konfessionelle als auch ethnische Bürgerkriege auslösen und die Staaten des Nahen Ostens noch kleiner machen, um sie endgültig unterwerfen und kontrollieren lassen zu können.

 

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