Rojava-Syrien: Kurden beschließen Deportation von Minderheiten

Aus einem offiziellen Dokument des Parlaments von Rojava, welches der liberalen Zeitung T24 vorliegt, geht hervor, dass die Kurden-Milizen Nordsyriens die „ethnische Säuberung“ und Deportation von Arabern längst beschlossen haben. In Rojava gelte künftig das Credo: „Kurdisch denken. Kurdisch sprechen. Kurdisch leben!“, so das Blatt.

Die Kurden-Milizen Nordsyriens dringen in die Städte der Araber ein. (Screenshot)

Die Kurden-Milizen Nordsyriens dringen in die Städte der Araber ein. (Screenshot)

Die liberale Zeitung T24 hat enthüllt, dass das Kurdenparlament von Rojava Nordsyrien tatsächlich „ethnisch säubern“ will. Nicht-Kurden sollen zwar nicht getötet, aber dafür deportiert und vertrieben werden. Die Enthüllung ist deshalb so erstaunlich, weil T24 nicht im Verdacht steht anti-kurdisch zu sein.

Der Reformplan der Kurdenpartei PYD ist gliedert sich in zwei Abschnitte und bezieht sich ausschließlich auf die Region Rojava.

Der erste Teil:

– In Rojava sollen die Privatgüter der geflohenen Armenier nicht verkauft und auch nicht an Araber vermietet werden

– Araber, die sich in den von geflüchteten Armeniern bewohnten Gebieten aufhalten, sollen in andere Städte entsendet werden.

– Stattdessen sollen sich dort Kurden ansiedeln und Vorkehrungen für ihre Selbstverteidigung treffen.

– In die von den Arabern „gesäuberten“ Gebiete sollen idealistische kurdische Bürokraten entsendet werden. Der Zugang von Arabern in den bürokratischen Apparat soll unterbunden werden.

– Kurdisch soll Amtssprache werden. Das Sprechen von anderen Sprachen soll sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum untersagt werden.

Im zweiten Teil des „Reformplans“, welches vom Parlament von Rojava verabschiedet wurde, wird Nordsyrien in drei territoriale Kategorien aufgeteilt.

– Die Gebiete, in denen eine mehrheitliche Bevölkerung „kurdischer Kultur“ geschaffen werden soll

– Die Gebiete, welche für die Bevölkerungsteile festgesetzt wurden, die der „kurdischen Kultur“ zugeführt werden soll

– Gebiete, in den Krankenhäuser, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen entstehen sollen

Das Parlament von Rojava teilt die kurdische Bevölkerung in drei Kategorien ein:

– Personen, die der kurdischen Kultur entstammen und Kurdisch sprechen

– Personen, die sich der kurdischen Kultur verbunden fühlen, aber kein Kurdische sprechen

– Personen, die sich weder der kurdischen Kultur verbunden fühlen, noch Kurdisch sprechen

Die Personen, die unter die dritte Kategorie fallen, müssen aus Rojava ausreisen oder werden abgeschoben. Der Anteil der nicht-kurdischen Bevölkerung muss in den Kommunen unter zehn Prozent liegen.

Da die Online-Zeitung T24 als liberal und regierungskritisch gilt und sich vehement für die Rechte der Kurden in der Türkei einsetzt, ist davon auszugehen, dass der Redaktion tatsächlich ein Original-Dokument der Beschlüsse des Kurdenparlaments von Rojava vorliegt.

Besonders traurig ist: Dieser „Reformplan“ liest sich wie ein Papier einer rechtsextremen europäischen Partei.

Fraglich ist weiterhin, warum sich Claudia Roth, Cem Özdemir & Co. nicht für die Menschenrechte der Araber einsetzen, die wöchentlich im gesamten Nahen Osten zu Tausenden getötet werden. Sind Araber keine Menschen?

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