Darum geht Alpaslan Öztürk nicht nach China

Auch die türkische Fußballwelt setzt ein Augenmerk auf die Gewalttaten an das Turkvolk der Uiguren in Ost-China. Mittelfeldakteur Alpaslan Öztürk lehnt sogar aus diesem Grund Angebote von chinesischen Topvereinen ab.

Eine gewaltige Priorität setzt Fußballer Alpaslan Öztürk an die Misshandlungen der uigurischen Türken durch chinesische Streitkräfte. Der in der letzten Saison noch beim Erstligisten Kasimpasa unter Vertrag stehende Mittelfeldspieler hat diverse Angebote von chinesischen Topvereinen abgeleht – und deutlich betont: „In einem Land, wo unsere muslimischen Brüder auf furchterregende Art und Weise geköpft werden, möchte ich meine Brötchen nicht verdienen. Ich bedauere dieses Begehen bis aufs Allerletzte. Der einzige Grund für diese Gräueltaten ist das Fasten der Muslime im Ramadan!“

„Ich wollte zehn Prozent von meinem Gehalt an die Opfer in Ost-Turkestan spenden“

Durch das soziale Medium Facebook gab Öztürk bekannt, dass er während den Verhandlungen seine Absicht, zehn Prozent des Gehaltes an die Leidenden in Ost-Turkestan zu spenden, versucht habe durchzusetzen. Dieses Verlangen sei durch die Vereinsbosse der chinesischen Vereine abgelehnt worden, wie der in Belgien geborene 21-Jährige der Anadolu Ajansi berichtet. Zuvor hatten diese Vereine dem Sportler auch viel höhere Gehälter angeboten im Vergleich zu seinen Verdiensten in der Türkei.

Es soll keine Polemik resultieren

Des Weiteren erstrebe er durch seine Aussagen nicht nach einer Entstehung von Polemik. „Meine Bekanntmachung über diesen Sachverhalt beinhaltet kein Schauspiel und ich habe es auch nicht als Ziel gesetzt, positives Gedankengut in den Köpfen der Leute über mich zu begünstigen. Lediglich wurde auf Fragen in meinem Facebook-Account geantwortet. Dass das ganze solche Maße annimmt und durch etliche Nachrichtenagenturen aufgenommen wird, habe ich in dem Augenblick nicht denken können „, fügte der Sportsmann hinzu.

Somit wäre ein Wechsel nach China für Öztürk im Moment bedingt an die Folterungen komplett auszuschließen und andere Angebote aus diesem Land möchte er auch nicht annehmen. Es werde sich in den kommenden Wochen feststellen, welcher Verein der neue Arbeitgeber sein wird.

Ein Staat mit nur einer Religion

Der politische Hintergrund der Unterdrückungen thematisiert die wiederholten Peinigungen und Morde an die Muslime im Osten von China. Das dort ansässige Turkvolk der Uiguren wird aktuell durch chinesische Zivilisten mit Unterstützung der Armee im heiligen Monat Ramadan gequält, da die sozialistische Regierung einen Staat mit nur einer Religion erschaffen will.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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