Völkermord-Projekt: Kurden und Türken sollen sich gegenseitig töten

Der türkisch-kurdische Journalist und AKP-Abgeordnete Mehmet Metiner ruft Türken und Kurden in einem Artikel der regierungsnahen Zeitung Stargazete zur Einheit auf. Metiner sagt, dass die HDP gemeinsam mit der PKK die Türkei in einen ethnischen Bürgerkrieg stürzen will. „Die PKK ist nicht der Stellvertreter der Kurden“, so Metiner. Er ruft Türken und Kurden zur Einheit auf, bevor es zu spät ist.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in der Türkei und im Nordirak sehr viele kurdische Unterstützer. Diese sollen ihm entrissen werden. (Screenshot)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in der Türkei und im Nordirak sehr viele kurdische Unterstützer. Diese sollen ihm entrissen werden. (Screenshot)

Der türkisch-kurdische Politiker Mehmet Metiner geht in einem Artikel darauf ein, wie die PKK und die HDP in Kooperationen mit ausländischen Kräften – genaue Länder nennt er nicht – die Türkei in einen Bürgerkrieg a la Syrien stürzen wollen.

Metiner wörtlich in der Zeitung Stargazete:

„Die Ereignisse in Nordsyrien sind sehr gefährlich. Ohne Zweifel ist zu beobachten, dass versucht wird, über die PKK Unruhe in der Türkei zu stiften. Diejenigen, die den IS ins Feld schicken, versuchen in diesem Zusammenhang die PKK als unterstützenswerte Gegner des IS zu legitimieren. Daraus folgt, dass die PKK sich in Nordsyrien etabliert und sich festsetzt und in einem weiteren Stadium als „Knüppel“ gegen die Türkei eingesetzt werden soll. Wir sehen sehr deutlich, dass die HDP einem regionalen Projekt gegen die AKP dient. All diese Ereignisse fallen in eine Zeit nach der Türkei-Wahl, was kein Zufall ist.

Es wird versucht, die Kurden von der AKP loszureißen. In Kobani entsteht eine Struktur, die einhergeht mit dem Bündnis der PKK und der HDP. Die AKP war für die Kurden eine lange Zeit lang eine Partei, die repräsentativ auch für die Kurden sprach. Die Tatsache, dass diese repräsentative Funktion von der HDP übernommen werden soll, birgt große Risiken für die Türkei.

Ich möchte folgendes sagen:

Diejenigen, die der PKK in Syrien helfen, eigene Strukturen aufzubauen, möchten, dass die türkischen Kurden sich diesen Strukturen fügen. Man will die Türkei in eine Lage versetzen, die Ähnlichkeiten zu den aktuellen Vorkommnissen in Syrien aufweist. Die Türkei soll die Kontrolle über das eigene Territorium verlieren. Deshalb versuchen sie der Türkei die Politik der „Ethnizität“ und der „Konfessionalität“ aufzuzwingen.

Sie wollen uns glauben machen, dass die PKK die Kurden repräsentiert und andersherum.

Sie wollen, dass die türkischen Kurden die PKK als heldenhafte Organisation der Kurden ansehen.

Genau diese Wahrnehmung soll geprägt werden. Es stimmt mich traurig, dass wir nicht darauf kommen, wie raffiniert diese ethno-soziologischen „Ingenieure“ vorgehen.

Diejenigen, die von der Gefahr eines kurdischen Korridors in Syrien sprechen, merken nicht, dass sie durch diese Wortwahl die PKK mit den Kurden gleichsetzen.

Diejenigen, die sagen, dass „die nordsyrischen Kurden die Araber und Turkmenen deportieren“ und hinzufügen, dass ein Kurdenstaat in Nordsyrien entstehen soll, benutzen unwissentlich und fahrlässig die Sprache, die zu einem Krieg zwischen Kurden, Turkmenen und Arabern führen könnte. Es ist die Sprache der Ethnizität, die so gefährlich ist und auch von der HDP benutzt wird. Das ist die Sprache des Abgrunds und sie wollen uns alle in diese Falle locken.

Es wird die Wahrnehmung geschaffen, dass die PKK in Nordsyrien einen Staat schaffen will und die AKP dies verhindern möchte. Beide Ansätze entsprechen nicht der Wahrheit, doch sie dienen nur dem Zweck der ethnischen Polarisierung und des Bürgerkriegs.

Es muss endlich Schluss damit sein, die PKK mit den Kurden gleichzusetzen. Die türkischen Kurden dürfen sich nicht der PKK anschließen. Genauso falsch ist es, den IS mit den Muslimen gleichzusetzen. Und es ist falsch, die PKK mit den Kurden oder die Türken mit der DHKP-C gleichzusetzen.

Es darf niemals vergessen werden: Die PKK vertreibt in den von ihr eroberten Gebieten immer zuerst die Kurden, die sich ihr nicht unterwerfen wollen. Sie setzt ein „gnadenloses Regime“ gegen ihre eigenen Menschen ein.

Der Kampf der PKK, ist nicht der Kampf der Kurden.

Jeder weiß, dass die PKK nur sich selbst kennt und sonst keine anderen kurdischen Autoritäten neben sich duldet. Deshalb ist sie ein Gegner des nordirakischen Kurdenpräsidenten Masud Barzani. In Nordsyrien entsteht kein Kurdenstaat, sondern ein ideologischer PKK-Staat. Die PKK soll in diesem Zusammenhang eine Rolle übernehmen, die schlussendlich die Kurden ins Verderben treiben soll.

Die PKK umschreibt sich als anti-imperialistisch und anti-amerikanisch. Doch sie paktiert mit dem Baas-Regime und ausländischen Kräften.

Die PKK ist darauf aus, dass die Kurdendebatte als PKK-Debatte geführt wird. Daraus – aus dieser Polarisierung – schöpft sie Kraft und hier stellt sie uns eine Falle.

Bitte, lasst uns alle vorsichtig sein und nicht die Sprache der ,Ethnizität´ benutzen.“

Mehmet Metiner hatte mehrmals betont, dass es nur ein Rezept gibt, um künftige ausländische Militär- und Geheimdiensoperationen im Nahen Osten, die ausnahmslos immer zu Genoziden an Muslimen führen, zu verhindern. Dieses Rezept bestehe in der Lösung des Kurdenproblems, die zur Einheit zwischen Türken und Kurden in der Region führen würde. Dreh- und Angelpunkt für die Einflussnahme westlicher Staaten in der Region sei immer das Kurdenproblem gewesen. Man wolle die Kurden zu Feinden der Araber, Türken und Iraner machen, um sie einerseits zu instrumentalisieren und andererseits komplett zu isolieren. Ein endloser Kampf wäre die Folge.

Doch er – Mehmet Metiner – als Kurde wolle sich nicht zum Spielball dieser Kräfte machen lassen, sondern an der Seite seiner Brüder, an der Seite der Türken kämpfen. Metiner soll auch an diesem Jubiläums-Video zur Schlacht von Gallipoli 1915 mitgewirkt haben:

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