Deutschland ist Pegida, wie Pegida Deutschland ist

Die Pegida-Bewegung wird als chauvinistisch, islamfeindlich und rechtsextrem umschrieben. Doch die Bewegung kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Sie repräsentiert Millionen von Menschen, die mit ihren Ansichten zu Wort kommen wollen. Die Mitglieder des deutschen Establishments denken ähnlich wie Pegida. Doch sie wollen nach außen hin wie Demokraten wirken. Die Wahrheit ist: Deutschland ist Pegida, wie Pegida Deutschland ist.

Die Bürgerbewegung Pegida kommt aus der Mitte der Gesellschaft. (Screenshot YouTube)

Die Bürgerbewegung Pegida kommt aus der Mitte der Gesellschaft. (Screenshot YouTube)

Rechtsextrem, chauvinistisch, nationalsozialistisch, anti-islamisch und fremdenfeindlich. All diese Unterstellungen musste sich die Bürgerbewegung Pegida von der Öffentlichkeit gefallen lassen, was nicht ausschließt, dass Pegida rechtsextrem, chauvinistisch, nationalsozialistisch, anti-islamisch und fremdenfeindlich ist.

Doch es lässt sich mit Sicherheit sagen: Pegida ist das Spiegelbild Deutschlands und der Deutschen. Das Spiegelbild eines Phänomens, was eigentlich schon immer im stillen Kämmerlein herumdümpelte. Wer glaubt, dass diese Bewegung nach dem Hoch während der Wintermonate untergehen wird, der täuscht sich. Insbesondere in „Dunkeldeutschland“ gehört der Geist von Pegida zum Alltag.

Ein weiteres interessantes Phänomen ist, dass diejenige, die sich im Verlauf der Pegida-Demos die Bürgerbewegung scharf kritisiert haben, eigentlich ebenfalls den Geist der Pegida teilen, doch diese Bewegung als Konkurrenz ansehen und deshalb so tun, als ob sie aus reiner Menschlichkeit gegen Pegida sind.

Entlarvend war eine Anti-Pegida-Aktion der Bild-Zeitung, die im Januar stattfand. Dort meldeten sich 80 Prominente und Politiker zu Wort und sagten in einem Satz, warum sie angeblich gegen Pegida sind.

Helmut Schmidt sagte: „Die Pegida-Proteste appellieren an dumpfe Vorurteile, an Fremdenhass und Intoleranz. Doch das ist nicht Deutschland. Der Blick in unsere Geschichte und der wirtschaftliche Verstand sagen uns: Deutschland darf Flüchtlinge und Asylbewerber nicht verstoßen. Deutschland muss weltoffen und tolerant bleiben. Darum ein deutliches NEIN zu Pegida!“

Doch zuvor sagte er, dass es ein Fehler gewesen sei, in den sechziger Jahren Gastarbeiter nach Deutschland einwandern zu lassen. Unterschiedlich Kulturen kennenzulernen sei keine Bereicherung, sondern ein „Erschwernis“, zitiert ihn das Hamburger Abendblatt. Schmidt hatte mehrmals betont, dass „die Muslime“ ein Problem für Deutschland darstellen.

Aber genau das, meint doch auch die Pegida-Bewegung!

Da sagt der Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier: „Für Dumpfbackenparolen, Intoleranz und Gewalttätigkeit gibt es kein Verständnis. Wer Stimmung macht, gefährdet den gesellschaftlichen Frieden.“

Es ist derselbe Bouffier, der beim Türken-Mord am Internet-Cafebesitzer Halit Yozgat in Kassel eine besonders dubiose Rolle gespielt haben soll. Er soll den rechten Verfassungsschutz-Beamten Andreas Temme, der zum Tatzeitpunkt im Internetcafe gewesen ist, gedeckt haben. So muss sich Bouffier auch gefallen lassen, dass er mittlerweile als Vertreter des „Tiefen Staats“ in Deutschland gilt.

Aber intolerant und gewalttätig ist die Pegida und garantiert nicht der Sicherheitsapparat des Bundeslandes Hessen?

So meldete sich auch CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder zu Wort und bezog Partei gegen Pegida. Derselbe Kauder sagte zuvor, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. „Wir Deutsche sind heimatverbunden, aber auch weltoffen. Das ist Teil unseres Erfolges, und so muss es auch in Zukunft bleiben“, so Kauder. Aber natürlich sind die weltoffen Herr Kauder. Schließlich setzten sie sich für Waffenlieferungen an den islamistischen Gottesstaat Saudi-Arabien ein und haben für Heckler & Koch diverse Waffengeschäfte abgewickelt.

Zudem unterstützt der Mann bibeltreue Christen, die sich gegen den Islam einsetzen. Warum also verteufeln sie die Pegida-Bewegung, Herr Kauder?

Das Establishment in Deutschland will tolerant wirken, um im Ausland nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Zudem sehen sie in der Pegida-Bewegung eine Bedrohung für ihre Privilegien.

Es gibt Dinge, die dieses Establishment machen würde, wenn es die nötige Kraft und Legitimation aus dem Ausland hätte.

Unvergessen ist der große Zuspruch der Bevölkerung zu den Thesen des „besonders großen deutschen Denkers“ Johann Wolfgang von Goethe Thilo Sarrazin. Ein wahrlich großer Deutscher erster Güte. Der Michael Kohlhaas des 21. Jahrhunderts.

Ob sie es wahrhaben wollen, oder nicht: Deutschland ist Pegida, wie Pegida Deutschland ist.

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