Eine Neue Welt: Wem Rechtsradikale und Pegida wirklich dienen

Rechtsradikale, radikale Islamisten und die Pegida-Bewegung dienen dem Ziel, die außenpolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands einzuschränken. Die Rechten geben an, ihr Land zu lieben, doch ihre Handlungen bewirken das Gegenteil. Wer diese Bewegungen steuert, bleibt unklar. Doch ohne Kollaborateure im heimischen Lager kann man derartige Bewegungen nicht aufbauen.

Der US-Stratege George Friedman führt den privaten Geheimdienst Stratfor. Er weist darauf hin, dass Geopolitik immer in Verbindung mit einschneidenden Ereignissen zusammenhängt. (Screenshot via Youtube)

Der US-Stratege George Friedman führt den privaten Geheimdienst Stratfor. Er weist darauf hin, dass Geopolitik immer in Verbindung mit einschneidenden Ereignissen zusammenhängt. (Screenshot via Youtube)

In Zeiten „islamistischer“ und „rechtsradikaler“ Ereignisse und Umtriebe in Deutschland, sollte sich jeder Bürger die Frage stellen, welche geopolitischen Auswirkungen derartige Gruppen und ihre Handlungen haben.

Anschläge haben aktuell das Ziel bestimmte Reaktionen innerhalb der Bevölkerung auszulösen, um daraus politische und vor allem außenpolitische Ergebnisse ableiten zu können.

Hinter radikalen Organisationen stehen immer Geheimdienste. Entweder sie sind von Anfang an dabei und bauen die Organisation auf oder sie bringen die Organisation später unter Kontrolle. Radikale Organisationen bewegen sich in der Grauzone, in der auch Geheimdienste operieren.

Einige Denkbeispiele:

Welchen Vorteil hat Deutschland, wenn Ereignisse wie in Mölln oder Solingen vorkommen? Zu was für Ergebnissen führen Türken-Morde in Deutschland? Eigentlich kommt es nur und immer wieder zu diplomatischen Verwirrungen zwischen der Türkei und Deutschland, die einerseits zu einer Mauer zwischen beiden Ländern führen und andererseits – was noch gefährlicher ist – zu Misstrauen und Wut zwischen Deutschen und Deutsch-Türken führen. Dies hat für den eigentlichen dritten Akteur den Vorteil, dass Deutschland als Industrieland aufgrund möglicher schlechter Beziehungen zur Türkei nicht an die energiereichen Regionen des Nahen Ostens gelangen kann. Doch gute Beziehungen mit der Türkei sind die Voraussetzung für dieses Ziel. Schlussendlich führen rechte Bewegungen und die damit verbundenen Anschläge – nicht nur in Bezug auf die deutsch-türkische Bevölkerung – immer dazu, dass der außenpolitische Aktionsradius Deutschland enorm eingeengt wird und die Deutschen somit unter Kontrolle gehalten werden.

Eine Wertung soll hier nicht stattfinden, da es um eine reine Beobachtung geht. Daraus folgt: Rechtsradikale und anti-islamische Bewegungen in Deutschland führen ihrem so heiß geliebten Land den größten Schaden zu. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern ist eine professionell Methode, die weltweit Anwendung findet und eben nicht von dumpfen Haudegen, sondern von hochintelligenten Menschen organisiert wird.

Die islamistische Drohkulisse in Deutschland dient bemerkenswerterweise demselben Ziel wie die rechtsradikale Drohkulisse. Mit jedem Anschlag oder mit jeder Nachricht über einen verhinderten Anschlag steigt der Unmut innerhalb der Bevölkerung gegenüber den Muslimen und dem Islam. Der Islam wird zum Feindbild und das beeinflusst ebenfalls Deutschlands außenpolitische Handlungsfähigkeit in den muslimischen Ländern und stört das Verhältnis zwischen Ankara und Berlin. Hier ist das Ziel, die Kluft zwischen beiden Seiten möglichst groß zu halten.

Auch hier wird Deutschland – und auch Europa, denn dieselben Ereignisse finden in anderen EU-Staaten statt – der Zugang für energiepolitisch wichtige Regionen verschlossen.

Radikale Islamisten und rechtsradikale Täter in Form von Einzelpersonen und Gruppen gibt es und sie sind real. Doch die Steuerung und der Aufbau derartiger Gruppierungen ist nur möglich, wenn wirkliche „Profis“ im Hintergrund arbeiten.

Pegida ist in diesem Zusammenhang eine durchaus interessante Bewegung, die – wenn auch nicht mit Morden oder Anschlägen – demselben Ziel dient. Es macht an dieser Stelle keinen Sinn, die Pegida-Teilnehmer durchgehend zu beleidigen. Denn die spielen keine Rolle, sondern sind nur das Mittel zum Zweck. Vielmehr ist es wichtig, genau zu hinterfragen und zu analysieren, mit wem die Führungsebene in Kontakt steht, was übrigens für alle fragwürdigen Organisationen und Bewegungen gilt.

Am gefährlichsten wird es für ein Land, wenn es im heimischen Geheimdienst-Apparat Kollaborateure gibt, die vorsätzlich oder fahrlässig mit Nachrichtendiensten zusammenarbeiten, ohne dass die Führungsebene darüber informiert wird.

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