Roboter ist schneller als jeder Maurer

Mit dem Setzen von 1.000 Ziegeln pro Stunde ist der voll automatisierte Roboter schneller als ein menschlicher Maurer. Und dank eines Programms scheinbar auch noch präziser.

In vielen Bereichen der Berufswelt haben neue Technologien alte Berufsgruppen verdrängt und Prozesse optimiert. Doch das Maurerhandwerk ist kompliziert und hatte bisher keine nennenswerte Konkurrenz. Ein Roboter aus Australien könnte dies nun aber ändern. Hadrian heißt der Roboter – benannt nach dem Hadrianswall, den der römische Kaiser Hadrian einst errichtete und der noch heute die Grenze zwischen England und Schottland markiert.

Hadrian ist ein vollautomatisierter Roboter. Der erste seiner Art, der den Rohbau eines Hauses in nur 24 Stunden mauern kann. „Die Menschen legen Ziegel seit mehr als 6.000 Jahren übereinander, und seit der industriellen Revolution versuchen sie, den Prozess des Mauerns zu automatisieren“, zitiert die Perth Now den Erfinder Mark Pivac. Pivac selbst ist Luftfahrt- und Maschinenbauingenieur. Nun sei man endlich an dem Punkt, an dem ein paar verschiedene Technologien das notwendige Niveau erreicht haben, „um das zu ermöglichen, was wir nun geschaffen haben.“

Hadrian kann bis zu 1.000 Ziegel pro Stunde mauern und soll bis zu 150 Häuser in einem Jahr bauen können. Zunächst wird mittels einer Software eine 3D Ziegelvorlage erstellt, die angibt, wo jeder Ziegel sitzt und welchen Zuschnitt dieser benötigt. Nach und nach werden die Ziegelsteine vom Fahrzeugrumpf des Roboters zum Ende des 28 Meter langen Gelenk-Teleskoparms befördert. Dort wird unter Druck Mörtel aufgetragen und eine Art Roboterhand nimmt den fertigen Ziegel dann, um ihn an seinem Bestimmungsort zu platzieren. Zusammen mit dem Roboter kommt eine Art Laserkontrollzentrum, das den Roboter an seinen jeweiligen Bestimmungsort eines Hauses manövriert.

Allein in Australien werden jedes Jahr fast zwei Milliarden Ziegel hergestellt. „Wir haben absolut gar nichts gegen Maurer“, so Pivac. Die Idee zu Adrian entstand während der Maurerknappheit 2005 in Australien. Noch heute gibt es Pivac zufolge Nachwuchsprobleme. Die Entwicklung des Roboters hat insgesamt zehn Jahre in Anspruch genommen und mehr als sieben Millionen Dollar gekostet.

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