Schluss mit Facebook: Türkisches Bildungsministerium verbietet Gymnasiasten Social Media

Die Nutzung und der Austausch zum Thema Social Media sind in an türkischen Gymnasien ohne das Wissen der Lehrer künftig während der Schulzeit verboten. Das Bildungsministerium gab die Neuregelung zum 1. Juli bekannt. Wer dagegen verstößt, muss vor den Disziplinarausschuss der Schule.

Das türkische Bildungsministerium schiebt dem Social Media Treiben der Schüler einen Riegel vor. (Foto: Flickr/ Social Media apps by Jason Howie CC BY 2.0)

Das türkische Bildungsministerium schiebt dem Social Media Treiben der Schüler einen Riegel vor. (Foto: Flickr/ Social Media apps by Jason Howie CC BY 2.0)

Aufgrund einer Änderung der Verordnung für die weiterführenden Schulen haben Schüler  ohne die Zustimmung des Lehrers in Zukunft nichts mehr auf so genannten Social-Media-Plattformen verloren. Untersagt ist außerdem der Austausch von Fotos und Filmmaterial aus dem Inneren der Schule. Schüler, die dieses Verbot verstoßen, müssen sich vor dem Disziplinarrat der Schule verantworten.

Das Bildungsministerium veröffentlichte die Neuerungen, die Teil einer Neuregelung zum Thema Fehlzeiten, Social Media und Verhalten der Schüler sind, am 1. Juli im Amtsblatt. Wer es im Internet künftig zu bunt treibt, muss sogar mit einem vorübergehenden Schulausschuss rechnen. Dies sei der etwa der Fall, wenn Schüler ihre Mitschüler belästigen, provozieren oder Mitarbeiter der Schule in den Sozialen Medien verleumden, so die türkische Zeitung Hürriyet.

Ebenfalls zum temporären Verweis führen könnte ein Handeln, das im Widerspruch zu den nationalen, sentimentalen Werten oder der öffentlichen Moral stehe. Auch ein Verhalten, das Missverständnisse auslöse, könnte entsprechende geahndet werden. Wenn der Verstoß ernst genug sei, um eine dauerhafte Ausweisung des Schülers von der Schule zur Folge zu haben, könne dieser später nicht auf die gleiche Schule zurückkehren.

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