Polizeigewalt auf der Gay-Pride-Parade: Strafanzeige gegen Istanbuler Gouverneur

Die Veranstalter der Gay-Pride-Parade in Istanbul haben nach dem gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen Teilnehmer Strafanzeige gegen die Behörden gestellt. DemInnenminister, dem Istanbuler Gouverneur und dem Polizeichef werfen die Schwulen- und Lesbenvereine „vorsätzliche Körperverletzung“, „Folter“ und „Amtsmissbrauch“ vor.

Auf der Gay-Pride Parade ging die Polizei gewaltsam gegen die Teilnehmer vor, hier ein Foto aus dem Jahr 2011. (Foto: Flickr/Mehmet Akyuz)

Auf der Gay-Pride Parade ging die Polizei gewaltsam gegen die Teilnehmer vor, hier ein Foto aus dem Jahr 2011. (Foto: Flickr/Mehmet Akyuz)

Vier Tage nach dem gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen Teilnehmer der Gay-Pride-Parade in Istanbul haben die Veranstalter Strafanzeige gegen die Behörden gestellt. Die Organisatoren teilten am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite mit, die Beschwerde sei gegen den Innenminister, den Istanbuler Gouverneur und den Istanbuler Polizeichef gerichtet. Unter anderem werfen die Schwulen- und Lesbenvereine den Behörden „vorsätzliche Körperverletzung“, „Folter“ und „Amtsmissbrauch“ vor.

Am Sonntag hatten tausende Homo- und Transsexuelle und ihre Unterstützer an der Gay-Pride auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal in Istanbul teilgenommen. Die türkische Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Teilnehmer der Parade ein. Gouverneur Vasip Sahin hatte die Veranstaltung kurz vor Beginn überraschend verboten. In den vergangenen Jahren hatte der Marsch in Istanbul ohne Zwischenfälle stattgefunden.

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