Crowdfunding für Griechenland-Rettung gestartet

Ein Brite sammelt auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo Geld für Griechenland. Mehr als 1,8 Millionen Euro wurden bereits eingesammelt. Aber die Aktion endet in etwas mehr als 20 Stunden: Ziel sind 1,6 Milliarden Euro.

Bis Sonntag kamen via Crowdfunding bereits über 1,8 Millionen Euro für Griechenland zusammen. (Screenshot)

Bis Sonntag kamen via Crowdfunding bereits über 1,8 Millionen Euro für Griechenland zusammen. (Screenshot)

Ein Brite hat auf der internationalen Crowdfunding-Website Indiegogo eine Sammelaktion für die „Rettung“ Griechenlands ins Leben gerufen. Griechenland braucht derzeit 1,6 Milliarden Euro, um einer Verbindlichkeit beim IWF nachzukommen. Interessenten können auf der Webseite von Indiegogo am Crowdfunding-Marathon teilnehmen. „Dieses Geschachere um Griechenland wird langweilig. Wieso lösen wir europäischen Völker das Problem nicht selbst?“ so der Initiator Thom Feeney.

Der Mindestbetrag bei der Aktion beträgt 3 Euro. So viel müsste jeder der 503 Millionen EU-Bürger spenden, um die fällige 1,6 Milliarden Euro Kreditrate zu bezahlen, so Feeneys Berechnung. Da es sich dabei nicht um eine Spende sondern um Crowdfunding, also Schwarmfinanzierung handelt,  muss es für jeden Betrag auch eine Gegenleistung geben:

Für 3 Euro verspricht Feeney eine Postkarte von Alexis Tsipras aus Griechenland, für 6 Euro gibt es einen griechischen Salat und ab zehn Euro eine Flasche Ouzo. Wer größere Beträge spendet, kann sich ab 5000 Euro über einen Griechenland-Urlaub freuen. Sollte die Gesamtsumme nicht zusammen kommen, werden alle Zahlungen gemäß der Crowdfunding-Regeln wieder zurückgezahlt.

Das Angebot, für den Gesamt-Betrag von 1,6 Milliarden Euro eine kleine griechische Insel zu kaufen, musste der Initiator jedoch aufgrund fehlender Zustimmung der griechischen Regierung wieder entfernen.

Die Aktion führt vor allem die schiere Größe der geforderten Geldbeträge vor Augen: Obwohl bis Freitag bereits 1,6 Millionen Euro zusammenkamen, steht der Fortschrittsbalken noch immer bei null Prozent der Zielsumme von 1,6 Milliarden.

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